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Isabell Schrickel: International Institute for Applied Systems Analyis (IIASA)

1 Leave a comment on paragraph 1 2 Auch in der Geschichte der Wissenschaften hat die binäre Ordnungsvorstellung des Kalten Krieges einige Spuren hinterlassen. Einerseits gilt dies bereits für die zeitgenössische Konzeption der Rolle der Wissenschaften für den gesellschaftlichen Prozess selbst, die sich an der Existenz ideologischer Alternativen ausgerichtet und programmatische Legitimationen für diese verschiedenen Rollen erarbeitet hat.[1] Andererseits ist die implizite Orientierung an binären Deutungsmustern auch in den Wissenschaftengeschichten des Kalten Krieges spürbar, die sich bei der historischen Komplexitätsreduktion häufig dichotomischer Modelle bedient haben: „distorted / enhanced, good / bad, civil / military, open / closed, unclassified / classified, opportunist / handmaiden, exploiter / exploited, innovative / conservative, coevolutionary / codependent, symmetric / asymmetric, non-ideological / ideological, noble / immoral”[2] – der Wissenschaftshistoriker David Hounshell hat diese dichotomischen Erzählmuster zusammengetragen und in seiner Auflistung wird erkennbar, auf welch unterschiedlichen Untersuchungsebenen ein binärer Denkstil in der Historiographie des Kalten Krieges anzutreffen ist. In einigen jüngeren Darstellungen beginnt sich jedoch ein Umdenken abzuzeichnen und die Reichweite binärer Deutungsmuster steht zunehmend infrage. Einige plädieren deshalb etwa für einen stärkeren historiographischen Fokus auf den Einfluss außen-, umwelt- und entwicklungspolitischer Kalküle und internationaler gesellschaftlicher Beziehungen, auf die Rolle neuer Auftraggeber und ökonomischer und gesellschaftlicher Begründungszusammenhänge wissenschaftlicher Forschung oder auch auf transversale Fragen wie den grenzüberschreitenden Aufbau globaler Forschungsinfrastrukturen oder der Ausprägung spezifischer Rationalitätsformen.[3] Damit rücken jenseits der bekannten Felder der bipolaren wissenschaftlich-technologischen Konkurrenz zunehmend Phasen, Institutionen, Disziplinen, Wissensobjekte und Epistemologien ins Zentrum wissensgeschichtlicher Forschung, die sich nicht mehr aus dichotomischen Verhältnissen erklären lassen.

2 Leave a comment on paragraph 2 2 Im Folgenden wird es um die Geschichte einer Institution gehen, die trotz dieser Neujustierung historiographischer Aufmerksamkeit bisher noch relativ wenig Beachtung gefunden hat und zwar das 1972 in London gegründete und kurz darauf im Schloss Laxenburg bei Wien eingerichtete und heute noch dort residierende International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA).[4] Das Institut ist als Ost-West Think Tank während der Détente gegründet worden als ein Ort, an dem Wissenschaftler aus zunächst zwölf Nationen – aus den USA, der Sowjetunion, aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Bulgarien, der DDR und der BRD, der Tschechoslowakei, Kanada und aus Japan[5] – gemeinsam an Lösungen für die komplexen Probleme moderner Gesellschaften arbeiten sollten, etwa an Fragen der Umwelt-, Energie-, Stadt-, Verkehrs-, und Gesundheitsplanung. Trotz der akademisch und geografisch durchaus randständigen Lage des Instituts haben eine ganze Reihe schon damals namhafter Wissenschaftler Station am IIASA gemacht wie die Ökonomie-Nobelpreisträger Tjalling Koopmans, George Dantzig und Thomas Schelling, andere haben sogar entscheidende Jahre ihrer zum Teil noch jungen Karrieren in Laxenburg verbracht, unter ihnen der mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnete Neuerfinder des Begriffs des Anthropozäns Paul Crutzen, der Ökologe und Resilienztheoretiker Crawford Holling, der Klimaökonom William Nordhaus, der Nachhaltigkeitsforscher William Clark, der Demograf Nathan Keyfitz oder der Atomenergieexperte Wolf Häfele. Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Institution im Kalten Krieg und was waren die Hintergründe und Motive dieser blockübergreifenden Kooperation? An welchen Problemen und Wissensobjekten hat sich die gemeinsame Forschung ausgerichtet und welche Praktiken und Infrastrukturen haben sie stabilisiert?

3 Leave a comment on paragraph 3 4 Um 1970 herum erschien den Zeitgenossen die Bipolarität des Kalten Krieges der 1950er und 1960er Jahre rückblickend als Quelle der strategischer Stabilität, als „era of certainty“[6], als eine durch eine Reihe strategischer Kalküle kontrollierbare reziproke Situation. Doch allmählich sah es so aus, als ob die Spielregeln des Kalten Krieges einer Revision unterzogen werden müssten. Für die allgemeine Beobachtung Albrecht Koschorkes, dass „[w]enn in der Begegnung zweier Parteien keine von beiden Seiten einen hegemonialen Anspruch mehr geltend machen kann […] eine neue Grammatik kultureller und epistemologischer Verhandlungen notwendig [werde], die mit herkömmlichen Mitteln nicht zu erzielen ist“[7], liefern die damaligen politik- und sozialwissenschaftlichen Zeitdiagnosen anschauliche Beispiele. In der ersten Oktoberwoche des Jahres 1972, in der auch die Gründung des IIASA nach einem sechsjährigen Verhandlungsprozess in einem Festakt in London besiegelt wurde, erschien im Magazin Foreign Affairs ein Artikel des einflussreichen Politikberaters Zbigniew Brzezinski mit dem Titel How the Cold War Was Played. Er beschreibt ihn darin als unvermeidliches historisches Beziehungsmuster, mit abwechselnden Phasen der Dominanz der Supermächte, das nun vom Auftauchen polyzentrischer Politiken und jeder Menge neuer Probleme, mit denen sich die Menschheit konfrontiert sehe, herausgefordert werde und welche die bipolare Konstellation entscheidend zu überlagern beginnen. Diese Entwicklungen würden, so der Autor, ein stärker kooperativ ausgerichtetes amerikanisch-sowjetisches Verhältnis befördern und gleichzeitig eine weniger intensive, aber weitaus umfassendere Rivalität erzeugen. Brzezinski schloss seinen Beitrag mit dem Ergebnis, dass „the cold war is gradually being transformed from an implicitly apocalyptic conflict to an explicitly relativistic competition.“[8] Andere Autoren trugen zu dieser veränderten Wahrnehmungsweise weitere Begrifflichkeiten bei, so etwa die Politikwissenschaftler Robert Keohane und Joseph Nye, die einen Paradigmenwechsel in der Konzeption internationaler Beziehungen forderten und diesen im einflussreichen Begriff der „Interdependenz“ fassten. Sie beschrieben damit das zunehmend spürbare Phänomen komplexer gegenseitiger Abhängigkeiten immer vielfältigerer internationaler Akteure voneinander, sowie den „control gap“, der sich bei der neuerdings erforderlichen politischen Ausgestaltung externer, inter- oder transnationaler Umwelten („external environments“) auftue.[9] Interessanterweise begann zur gleichen Zeit auch in den Wissenschaften eine Konjunktur komplexitätstheoretischer oder „neo-katastrophischer“ Ansätze, in der neue Beschreibungen und Konzepte für die Eigenschaften und nichtlinearen Dynamiken von Systemen mit sensitiven Abhängigkeiten entstanden sind, die epistemisch im Kern als Derivat einer Figur des Dritten gelten können. Zu nennen wären hier etwa die mathematische Katastrophentheorie oder die Chaos-Forschung u.a. in der Meteorologie.[10] Viele gesellschaftspolitische Zeitdiagnosen befassten sich mit strukturähnlichen Phänomenen, etwa mit den vielfältigen Rückkopplungseffekten im Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung von Computern, Massenmedien und Technologien im allgemeinen. Sie thematisierten z.B. nur schwer zu kontrollierende soziale „contagion effects“[11], die den Eindruck zunehmend sprunghafter, unvorhergesehener und transversaler Entwicklungen verstärkten[12] – sowohl innerhalb von Gesellschaften als auch im Bezug auf transnationale Bewegungen[13], sowie im Verhältnis der industrialisierten Staaten untereinander. Ein Ausdruck dessen war auch die seit der Mitte der 1960er Jahre u.a. bei Zusammenkünften der NATO und der OECD geführte Debatte um den „technological gap“. Unter diesem Schlagwort wurde ein den kulturellen Zusammenhalt bedrohendes Auseinanderdriften von amerikanischer und (west-)europäischer Wettbewerbsfähigkeit und Technologie-Entwicklung diskutiert. Im Kern ging es um die unterschiedlichen ökonomischen Dynamiken dies- und jenseits des Atlantiks, die sich in der unterschiedlichen Entwicklung einzelner Sektoren zeigte. Im großen integrierten amerikanischen Markt ließen sich positive ökonomische Skaleneffekte erzeugen, was den Europäern die Nachteile des politisch und kulturell desintegrierten Kontinents aufzeigte. Außerdem leisteten sich die Amerikaner – angetrieben vom Kalten Krieg – hohe Investitionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung. All diese Beobachtungen resultierten in einem so empfundenen techno-wissenschaftlichen Vorsprung der USA gegenüber Europa.[14]

4 Leave a comment on paragraph 4 1 Für viele Beobachter war der gap nicht allein technologischer Natur. Die psychologischen, politischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen, die der Übergang von GM age zum IBM age, also die zunehmende Bedeutung moderner Computer- und Kommunikationstechnologien stellten, wurden als mindestens ebenso einschneidend angesehen. Pierre Massé sprach deshalb auch etwa eher vom attitude gap, Peccei vom managerial, education und innovation gap. Er beschrieb die Situation 1969 in seinem Buch The Chasm Ahead:„Computers are not simple gadgetry […]. They alter man’s mental environment. They enhance and multiply his thinking capacity and open up new vistas and heretofore undreamed-of opportunities for the solution of the increasingly complex problems of an industrial society. The computer revolution is altering the fabric of society in the United States to an extent unparalleled in Europe.“[15]

5 Leave a comment on paragraph 5 1 Brzezinski schlug ähnliche Töne an. Er sah vor allem in den unterschiedlichen Aneignungsgeschwindigkeiten neuen Wissens die „Gefahr einer intellektuellen Fragmentierung der Menschheit“ und es sei nicht ausgemacht, dass die moderne Welt „will become more homogeneous in its outlook. This may be so, but it could be the homogeneity of insecurity, of uncertainty, and of intellectual anarchy. The result, therefore, would not necessarily be a more stable environment.”[16] Obwohl der technology gap vielleicht eher als ein europäisches Problem erscheint – auch in den USA hat die konstatierte Ungleichzeitigkeit technologischer und ökonomischer Entwicklung Unsicherheiten erzeugt. Überzeugt davon, „that our future prosperity is mutually interdependent“, empfahlen sich Politiken der Zusammenarbeit mit den europäischen Regierungen „in applying science and technology to the common problems of highly industrialized countries.“[17] Deshalb befürworteten Gap-Theoretiker (neben konventionelleren ökonomischen Maßnahmen) eine intensivierte Kooperation zwischen den USA und Europa, den Transfer von Wissen und Techniken und die Schaffung neuer Kooperationsformate und Insititutionen zur gemeinsamen Erforschung von übergreifenden Problemen industrialisierter Gesellschaften (Peccei gründete den Club of Rome, Brzezinski zusammen mit David Rockefeller die Trilaterale Kommission).

6 Leave a comment on paragraph 6 1 Vieles spricht dafür, diese Lagebeschreibungen als Symptome eines epistemischen Bruchs zu lesen, als Krise des Wissens, Verstehens und Begreifens[18], angesichts zunehmend komplexerer Beziehungen zwischen Ökonomien, Gesellschaften und Staaten untereinander, also zwischen Systemen und ihren Umwelten. Handlungsprogramme, deren Rationalität am Antagonismus einer bipolaren und reziproken politischen Lage entwickelt wurde, verloren durch wahrgenommene oder befürchtete nationale Autonomie- und Souveränitätsverluste um 1970 zunehmend an Evidenz und Dominanz. Sie wurden ergänzt durch multipolare und polyzentrische Politiken, die neue Aktionsfelder und Arenen erschlossen haben und in denen vor allem neue Formen der Produktion von Wissen und Strategien der Vermittlung eine wichtige Rolle spielten, wie sich an den Begründungszusammenhängen für die Einrichtung des IIASA zeigen lässt. Denn innerhalb der US-Regierung ist angesichts dieser Konstellationen die Idee gereift, gemeinsame Forschungsprojekte und Institutionen des Austauschs, des Transfers von Denkstilen und Wahrnehmungsweisen, aber auch Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens für diese systemischen und internationalen Probleme zu entwickeln. Da der direkte Einfluss auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der östlichen Hemisphäre sehr begrenzt war und die bisherige kosten- und ressourcenintensive Rivalität zunehmend schwieriger zu legitimieren und unter den Vorzeichen der Interdependenz immer weniger plausibel sein würde, sollten in neuen Arenen Prozesse gemeisamer Aushandlungen globaler Themen und Probleme angestoßen werden.[19]

7 Leave a comment on paragraph 7 2 Die Einrichtung des IIASA ist auf eine Initiative zurückzuführen, die im National Security Action Memorandum 352 vom 8. Juli 1966 ihren Anfang nahm. Subject: Bridge Building, adressiert an Ministerien und Regierungsberater, unterzeichnet von Walt Whitman Rostow, im Auftrag des amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson.[20] Hinter Bridge Building verbarg sich eine Reihe politischer Maßnahmen zur Entspannung der Beziehungen zwischen Ost und West, die als frühe, progressive Reaktionen auf die komplexen zeitgenössischen Herausforderungen gelesen werden können. Neben Reiseerleichterungen für Osteuropäer, dem Abbau von Handelsschranken aber etwa auch dem Austausch von Wolkenfotografien[21] lagen schon früh Pläne für ein Institut auf dem Tisch, in dem Wissenschaftler und Experten aus der Sowjetunion, den USA und den ost- und westeuropäischen Staaten gemeinsam forschen sollten. Auch wenn die ursprüngliche Initiative klar im Zusammenhang mit der frühen Entspannungspolitik stand: durch die eingangs beschriebenen Debatten erhielt ein solches internationales Forschungszentrum während des etwa sechsjährigen Gründungsprozesses des Instituts zusätzliche Plausibilität und Dringlichkeit. Im Herbst 1966 beauftragte Präsident Johnson den vom Life Magazine so titulierten „Action Intellectual“[22] McGeorge Bundy, die Machbarkeit und institutionelle Ausgestaltung eines „international center for studies of the common problems of advanced societies“ auszuloten.[23] Bundy hatte eben gerade den Posten als Nationaler Sicherheitsberater aufgegeben, war Präsident der Ford Foundation geworden und hatte exzellente internationale Kontakte in diplomatische Kreise, zu Industriellen, Intellektuellen und einflussreichen Akademikern, z.B. zu Aurelio Peccei, der wiederum enge Verbindungen zum sowjetischen Unterhändler Jermen Gvishiani unterhielt (Vizepräsident des Komitees für Wissenschaft und Technologie und Proponent der Wissenschaftlich-Technologischen Revolution in der Sowjetunion) oder zu Alexander King (Generaldirektor für Bildung und Wissenschaft bei der OECD). In Frankreich wurden Persönlichkeiten wie der Zukunftsforscher Bertrand de Jouvenel, der Ingenieur Pierre Massé (Electricité de France) und der Organisationssoziologe Michel Crozier in die Beratungen einbezogen, in Großbritannien der nationale Wissenschaftsberater Solly Zuckerman, in den USA u.a. Carl Kaysen (der genau wie Bundy von der nationalen Sicherheits- und Verteidigungspolitik in die akademische Welt zurück gewechselt und Direktor des Institute for Advanced Study in Princeton war), sowie der Spiel- und Entscheidungstheoretiker Howard Raiffa (damals Harvard, später erster Direktor des IIASA). Bundy holte auch Einschätzungen von RAND-Mitarbeitern ein, etwa bei Roger Levien oder Olaf Helmer.[24] Viele dieser Protagonisten aus den europäischen und US-amerikanischen Planungseliten nahmen in ihren Einschätzungen über die Potenziale und die mögliche Ausrichtung eines solchen internationalen Centers Bezug auf die eingangs erwähnten zeitgenössischen Diskurse. Die Argumentationslinie innerhalb der US-Regierung für eine engere Kooperation mit dem Ostblock lautete schließlich: „most of us have in mind an institution based on the proposition that all advanced economies – capitalist, socialist, communist – share the problem of efficiently managing large programs and enterprises: factories and cities, subway systems and air traffic, hospitals and water pollution. There is great demand – both in East and West – for the new techniques of management designed to cope with these problems.“[25]

8 Leave a comment on paragraph 8 5 Hinter diesen techniques verbarg sich ein ganzes Arsenal von Methoden aus den Bereichen Kybernetik, Operations Research, Systemanalyse, Computersimulation und Szenariotechniken, deren Ursprünge in den Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften, später aber vor allem im militärischen Bereich lagen und die nun zur systematischen Verwissenschaftlichung und Steuerung ziviler Planungsprobleme beitragen sollten, indem diese Methoden als politisch neutral und wertfrei verstanden wurden.[26] Sie lieferten ein Vokabular und einen Denkstil, der durch interdisziplinäre Kooperationen wie am IIASA in der Folge zunehmend in wissenschaftliche Projektkulturen diffundieren sollte. Dazu kamen neuere Methoden wie Decision Analysis & Support Systems, Integrated Assessment oder auch Global Modeling. Über den Gründungsprozess hinweg hat sich insbesondere der Begriff des Problems und die Wendung „common problems of advanced societies“, als nachhaltiger Begründungszusammenhang für die Verhandlungspartner in Ost und West und auch als spätere Raison d’Être des IIASA erwiesen. Während internationale wissenschaftliche Kooperationen unter den Bedingungen des frühen Kalten Krieges offiziell häufig durch ein gemeinsames Interesse am naturwissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt legitimiert werden mussten (z.B. das Internationale Geophysikalische Jahr 1958), markieren die Initiativen einer interdisziplinären, problem-orientierten Zusammenarbeit seit den späten 1960er Jahren einen Wechsel hin zu einer Funktionalisierung von Wissenschaft als Diplomatie, getragen vom Bestreben, Antworten auf die so gedeuteten gemeinsamen komplexen Herausforderungen zu erarbeiten, die angesichts des universellen und globalen Charakters dieser Probleme nach kohärenten und kompatiblen Lösungsansätzen und Zukunftspolitiken verlangten.[27] Im Zusammenspiel aus der Wahrnehmung komplexer Problemkonstellationen, den politischen Kalkülen ihrer Hegung, den epistemischen Strategien und Technologien diese zu verstehen und Antworten zu formulieren, ist das IIASA als neue transdisziplinäre Aushandlungszone wissenschaftlicher Expertisen für die universellen und globalen Probleme industrialisierter Gesellschaften entstanden. Universelle Probleme existieren innerhalb nationaler Grenzen, sind auch weitgehend national lösbar, werden aber von allen Nationen geteilt: “Hence the purpose of studies of these problems was to identify approaches that could be applied in many, if not always all, nations”. Dazu zählten z.B. Stadtplanung, Regionalentwicklung oder Gesundheitssysteme. Globale Probleme sind hingegen solche, die nationale Grenzen überschreiten und nur in gemeinsamer Anstrengung gelöst werden können: “The purpose of these studies was to establish a common basis of understanding of the nature of the problem and of approaches to its resolution that could be used in international negotiations and by international bodies.”[28]

9 Leave a comment on paragraph 9 0 Bei der Einrichtung des Instituts wurde auf die spätere Anpassungsfähigkeit der Agenda großer Wert gelegt und so erscheinen die Forschungsschwerpunkte, die sich in den 1970er und 1980er Jahren schließlich herauskristallisierten bis zu einem gewissen Grad kontingent. Sie sind einerseits eng mit den jeweiligen Interessen der leitenden Wissenschaftler verknüpft. Andererseits richteten sie sich vor allem an den zahlreichen kontrovers diskutierten aufkommenden Themen der Zeit aus. Ob Energiekrise, Klimawandel oder Nachhaltigkeit: die bis dahin im Kalten Krieg eingeübten Handlungsmuster schienen durch Debatten um Bevölkerungsexplosionen, die mögliche Endlichkeit natürlicher Ressourcen, grenzüberschreitende Umweltverschmutzung und das Szenario eines globalen Klimawandels überholt. Um diese Fragen hat sich am IIASA eine international vernetzte und einflussreiche Expertengemeinschaft herausgebildet, deren Protagonisten auch heute wichtige Akteure in diesen Diskursen darstellen. In den Projekten sind Modellierungen und Verfahren zur Bewertung post-normaler Probleme („where facts are uncertain, values in dispute, stakes high and decisions urgent“)[29] entwickelt worden, die für die Konzeptualisierungen und den Entwurf gesellschaftlicher Szenarien zum Umgang mit diesen Problemen nachhaltig wirksam waren. Als Beispiele wären hier etwa das Management von grenzüberschreitender Umweltverschmutzung zu nennen, wie z.B. der „Saure Regen“, ein Problem das dadurch entsteht, dass Industrieemissionen durch das Wetter in benachbarte Regionen transportiert werden, wo sie Schäden an Wäldern, Gewässern und Gebäuden anrichten können. Durch den internationalen Austausch von Emissionsdaten und -katastern und den Abgleich mit aktuellen Wetterlagen ließen sich diese Zusammenhänge darstellen und verschiedene Lösungsszenarien abschätzen.[30] Außerdem sind am IIASA schon früh gekoppelte Klima-Ökonomie-Szenarien entwickelt worden, in denen verschiedene Technologie- und Emissionspfade durch sogenannte Integrated Assessment Modelle[31] bewertet und Politiken plausibilisiert werden konnten. Auch die ökologische Resilienz-Forschung und die Anwendung und Übertragung ökologischer Systemdynamiken auf technologie- und gesellschaftspolitische Planungen hatte am IIASA in den 1970er und 1980er Jahren Konjunktur.[32] Weiterhin sollten ambitionierte Forschungsinfrastrukturprojekte am Institut grenzüberschreitende technologische und wissenschaftliche Kooperationen befördern. Ein Indiz dafür ist die Ansiedlung  von Agenturen wie der International Federation of Automatic Control (IFAC) oder der International Federation for Information Processing (IFIP) in Laxenburg, beides Verbände zur Entwicklung  internationaler Standards in der Computer- und Automatisierungstechnik. Schon seit Mitte der 1970er Jahre arbeiteten Informatiker am Institut außerdem am Aufbau eines Computernetzwerks, in dem Rechenkapazitäten geteilt und verschiedene Rechenzentren und wissenschaftliche Institutionen in den IIASA-Mitgliedsstaaten miteinander verbunden werden sollten.[33] Dabei ging es auch um die Entwicklung standardisierter Datenaustauschformate für spezifische Projektkontexte und um Telekonferenzsysteme – also um technische Austauschformate, die eine grenzüberschreitende Zirkulation von Daten und Wissen ermöglichen sollten.[34]

10 Leave a comment on paragraph 10 2 Die Geschichte des IIASA liefert aufschlussreiche aber auch ambivalente Aspekte für die Transformation binärer Ordnungsvorstellungen im Kalten Krieg. Einerseits zeigt sie, dass der Ost-West-Konflikt vernachlässigbar schien, wenn es um die Bewältigung komplizierter, auch transnationaler ziviler Planungsprobleme und die Erarbeitung entsprechender Expertisen ging. In der Gründungsgeschichte zeigt sich zudem der Einfluss von Gap- und Interdependenztheorien auf die Gestaltung internationaler Beziehungen und die neue Rolle, die institutionalisierte wissenschaftliche Kooperationen dabei spielten.[35] Andererseits muss vorangetriebene Kooperation aber durchaus auch als politisches Kalkül gelesen werden, das der Absicherung von Deutungshoheiten, Bewertungsspielräumen und Einflussmöglichkeiten dient, vor allem in Problemkonstellationen, die epistemisch nicht mehr eindeutig entscheidbar sind und in einer Welt, die als polyzentrisch, multipolar und interdependent gedeutet wurde.

11 Leave a comment on paragraph 11 0  

Literatur und Quellen

  • 12 Leave a comment on paragraph 12 0
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13 Leave a comment on paragraph 13 0 [1] Siehe hierzu Aronova: Studies of Science before “Science Studies”.

14 Leave a comment on paragraph 14 0 [2] Hounshell: Epilogue, S. 292

15 Leave a comment on paragraph 15 0 [3] Siehe Krige, John: Concluding Remarks; Krige/Barth: Introduction; Edwards: Meteorology as Infrastructural Globalism; Erickson/Klein/Daston/Lemov/Sturm/Gordin: How Reason Almost Lost Its Mind.

16 Leave a comment on paragraph 16 0 [4] Zum IIASA sind bisher zwei Monographien erschienen: Riska-Campbell: Bridging East and West; Rindzeviciute: The Power of Systems.

17 Leave a comment on paragraph 17 0 [5] Bis 1979 kamen noch Finnland, die Niederlande, Österreich, Schweden und Ungarn hinzu.

18 Leave a comment on paragraph 18 0 [6] Brzezinski: Between Two Ages, S. 274.

19 Leave a comment on paragraph 19 0 [7] Koschorke: Ein Neues Paradigma Der Kulturwissenschaften, S. 13.

20 Leave a comment on paragraph 20 0 [8] Brzezinski: How the Cold War Was Played.

21 Leave a comment on paragraph 21 0 [9] Siehe Nye/Keohane: Transnational Relations and World Politics; sowie Leendertz: Interdependenz, Krisenbewusstsein und der Beginn eines Neuen Zeitalters.

22 Leave a comment on paragraph 22 0 [10] Vgl. Agar: Science in the 20th Century and Beyond, S. 429-432; zur Katastrophentheorie siehe: Aubin: Forms of Explanations in the Catastrophe Theory of René Thom; zur Chaostheorie siehe: Gleick, Chaos – Die Ordnung des Universums; vgl. auch Koschorke: Ein Neues Paradigma der Kulturwissenschaften, S. 15.

23 Leave a comment on paragraph 23 0 [11] Keohane/Nye: Power and Interdependence, S 12

24 Leave a comment on paragraph 24 0 [12] Siehe z.B. McLuhan: Understanding Media; Brzezinski: Between Two Ages; Peccei: Chasm Ahead; Toffler: Future Shock.

25 Leave a comment on paragraph 25 1 [13] Siehe z.B. Suri : Power and Protest.

26 Leave a comment on paragraph 26 0 [14] Siehe hierzu Peccei: The Challenge of 1970s for the World of Today; Europe and the Technological Gap, CIA, February 3, 1967, in: NSF Country File: Europe, Vol. 3, 8/66-8/67. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas; OECD: Gaps in Technology; Godin: Technological Gaps.

27 Leave a comment on paragraph 27 0 [15] Peccei: Chasm Ahead, S. 17.

28 Leave a comment on paragraph 28 0 [16] Brzezinski: Between Two Ages, S. 23.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 [17] Hornig: Report of the Interdepartmental Committee on the Technological Gap, o.S.

30 Leave a comment on paragraph 30 0 [18] Vgl. Leendertz: Das Komplexitätssyndrom.

31 Leave a comment on paragraph 31 0 [19] Siehe hierzu Gathright, Wreatham E.: Science and Technology: A New Arena for International Cooperation. Department of State, Policy Planning Council, December 1968, in: NSF Subject File: Transition: Policy Planning Council Papers. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas; Neubert, Joseph W.: The US Relationship with the Soviet Union. Department of State, Policy Planning Council, December 1968, in: NSF Subject File: Transition: Policy Planning Council Papers. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas; siehe auch Greiner: Macht und Geist im Kalten Krieg.

32 Leave a comment on paragraph 32 0 [20] Rostow, Walt Whitman: NSAM 352: Bridge Building, July 8, 1966. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas.

33 Leave a comment on paragraph 33 0 [21] Rostow, Walt Whitman: State Department Memorandum. East-West Inititatives Taken by the United States, December 8, 1966, in: NSF Subject File: East-West Institute. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas.

34 Leave a comment on paragraph 34 0 [22] White: The Action Intellectuals.

35 Leave a comment on paragraph 35 0 [23] Siehe Bundy, McGeorge, George Christian, and Francis M. Bator: News Conference at the White House 673-A, December 15, 1966, in: NSF Subject File: East-West Institute. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas.

36 Leave a comment on paragraph 36 0 [24] Siehe Levien, Roger E.: International Center for the Study of Common Problems of the Industrialized Nations, March 15, 1967, in: Grant File PA 73-564. Rockefeller Achive Center, Ford Foundation; Helmer, Olaf: The Ford Foundation Plan for an International Center for the Study of Common Problems, March 13, 1967, in: Grant File PA 73-564. Rockefeller Achive Center, Ford Foundation.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 [25] Bator, Francis M., and Benjamin H. Read: Memorandum for the Secretary of State: East-West Institute, December 2, 1966, in: NSF Subject File: East-West Institute. Lyndon B. Johnson Presidential Library, Austin, Texas.

38 Leave a comment on paragraph 38 0 [26] Rindzeviciute: The Power of Systems, S. 66.

39 Leave a comment on paragraph 39 0 [27] Vgl. Doel/Harper: Prometheus Unleashed.

40 Leave a comment on paragraph 40 0 [28] Vgl. Levien: RAND, IIASA, and the Conduct of Systems Analysis, S. 454.

41 Leave a comment on paragraph 41 0 [29] Funtowicz/Ravetz: Science for the Post-Normal Age, S. 744.

42 Leave a comment on paragraph 42 1 [30] Siehe Alcamo/Kauppi/Posch/Runca: Acid Rain in Europe.

43 Leave a comment on paragraph 43 0 [31] Siehe Nordhaus: Can We Control Carbon Dioxide; Williams: Carbon Dioxide, Climate and Society. Vgl. auch Mauelshagen: Das Zeitalter Der Ungewissheit

44 Leave a comment on paragraph 44 0 [32] Siehe Schrickel: Von Schmetterlingen und Atomreaktoren.

45 Leave a comment on paragraph 45 0 [33] Siehe Dittmann: Technik versus Konflikt.

46 Leave a comment on paragraph 46 0 [34] Siehe Sebestyén: Experimental and Operational East-West Computer Connections.

47 Leave a comment on paragraph 47 0 [35] Siehe Roelcke: Auf Der Suche nach der Politik in der Wissensproduktion.

48 Leave a comment on paragraph 48 0  

Source: https://opr.degruyter.com/den-kalten-krieg-vermessen/isabell-schrickel-international-institute-for-applied-systems-analyis-iiasa/