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Silvia Berger Ziauddin: Atombunker

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2 Leave a comment on paragraph 2 1 Der Atombunker, Schutzraum oder fallout shelter ist einer der wohl prägendsten Räume des nuklearen Zeitalters.[1] Gleichwohl hat ihn die Geschichtswissenschaft bisher eher stiefmütterlich behandelt. Im deutschsprachigen Raum wurde er noch kaum als eigenständiges Untersuchungsobjekt entdeckt.[2] In den inzwischen zahlreichen Arbeiten zu den U.S.-amerikanischen Zivilschutzprogrammen wird der fallout shelter zwar regelmäßig thematisiert, rückt aber vorwiegend als imaginierter Raum in den Fokus – als media copy und cultural icon der 1950er und frühen 60er Jahre.[3]

3 Leave a comment on paragraph 3 1 Der Atombunker war jedoch sehr viel mehr als ein mediales Abziehbild aus der Frühphase des Systemkonflikts. Wie ich in diesem Essay zeigen möchte, lotete er als eine materiell und imaginär sich ständig neu konfigurierende Struktur des Anderen die Grenzen und die Reichweite der binären Ordnungsvorstellung „Kalter Krieg“ von den 1950er Jahren bis zum Ende des Ost-West-Konflikts aus. Welche spezifischen Dynamiken des Ordnungssystems der Atombunker vermass, werde ich nachfolgend mit Blick auf die Schweiz untersuchen. In dem neutralen Kleinstaat formierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des wirkmächtigen Konzepts der „totalen Landesverteidigung“ das weltweit umfassendste System nuklearer Sicherheitszellen. Während in der Bundesrepublik bis zum offiziellen Ende des Systemkonflikts für lediglich 3,5% der Bevölkerung Bunkerplätze entstanden, stellte die Schweiz für jede Einwohnerin und jeden Einwohner einen modernen Schutzplatz bereit. Seit der Verabschiedung des Schutzbaugesetzes von 1963 bis heute investierte das Land so rund 12 Milliarden Franken in den Bau nuklearer Bunker. Entstanden sind insgesamt 1700 Schutzanlagen und 360.000 private, hoch standardisierte, mit NBC-Filtern, Ventilationssystemen und Notausgängen ausgerüstete Personenschutzräume, die Mehrzahl davon in Einfamilienhäusern.[4] Aneinandergereiht ergäbe diese megalomanische Überlebensinfrastruktur der Schweiz eine begehbare Strecke von rund 1200 Kilometer.[5]

4 Leave a comment on paragraph 4 1 Analytisch werde ich den Atombunker in diesem Essay als Heterotopie beziehungsweise als „anderen Raum“ im Sinne Michel Foucaults produktiv machen.[6] Der andere Raum steht immer in einem besonderen Verhältnis zur Gesamtgesellschaft, zum Raum des „Außen“, da er die Werte, Lebensformen und Ordnungsvorstellungen einer Gesellschaft und Kultur repräsentiert, zugleich aber auch in Frage stellen und ins Gegenteil verkehren kann. Er ist fähig, seine Funktion und Bedeutung im Laufe der Zeit zu wandeln und mehrere reale Räume in einem Raum zu vereinen. In ihm sind besondere Kräfteverhältnisse und Konstellationen der (Gegen-)Macht wirksam, die eine außergewöhnliche Erfahrung ermöglichen.[7] Indem der heterotope Raum auf unumgängliche Weise mehrdeutig ist und das Auftauchen neuer Positionen, Denkmuster und Visionen erlaubt, weist er Schnittflächen mit der Vorstellung eines Raums bzw. einer Struktur des Dritten auf. Das „Dritte“ zieht dabei stabile binäre Symmetrien in Zweifel, stellt Identitäten in Frage und erzwingt auf Seiten des Beobachters wandernde Blickpunkte.[8]

5 Leave a comment on paragraph 5 2 Diese Störung, dieser verstörende Akt des Infrage-Stellens, so die Kernthese dieses Essays, war während zweier historischer Knotenpunkte der Platz und die Rolle des Atombunkers. Als Keimzelle von Vieldeutigkeit und Differenz beförderte er um 1970 sowie in gesteigertem Masse zwischen 1978 und ca. 1983 die Transzendierung hergebrachter und die Emergenz neuer Ordnungsmuster. Bunkertaktiken der „Neuen Linken“ und der Punks, Imaginationen des Schutzraums durch kritische Literaten und Filmschaffende ebenso wie Bunkermetaphern und -bilder, die Aktivisten der neuen Friedensbewegung und der Anti-Zivilschutzbewegung propagierten, entstellten und unterminierten dabei sukzessive die dichotomischen Denk- und Deutungsmuster des „Kalten Krieges“. In den 1950er und frühen 60er-Jahre hingegen, und deshalb ist die Konzeptualisierung des Bunkers als eine in verschiedenen Zeiträumen unterschiedlich funktionierende Heterotopie zentral, diente der Atomschutzraum noch der Orientierung und Beharrung, indem er die binären Logiken des Ost-West-Konfliktes widerspiegelte und produktiv verstärkte. Mit Foucault wäre der Atombunker der frühen 1960er-Jahre somit als „Kompensationsheterotopie“ anzusprechen; ein Raum der Vollkommenheit und (binären) Wohlgeordnetheit, der Ängste band und Widersprüche und Nonkonformität bannte – die puritanische Kolonie des Atomzeitalters.[9] Der Bunker um 1970 und besonders akzentuiert zu Beginn der 1980er Jahre dahingegen trat als dynamischer third space[10] auf, in welchem die Differenz zum Restraum dem Kampf gegen die herrschende Ordnung nutzbar gemacht wurde.

Der Bunker als puritanische Kolonie der Schweiz

6 Leave a comment on paragraph 6 0 Der Ost-West-Gegensatz präsentierte sich in semantischen Schichten, die ihn in die großen Dualismen der Weltgeschichte einfügten: Licht und Finsternis, Himmel und Hölle, Gut und Böse, Freund und Feind, Freiheit und Autokratie, Ordnung und Chaos, Zivilisation und Barbarei, Okzident und Orient.[11] Als Krieg der Grenzziehung und Trennung von zwei Welten entfaltete der Konflikt auch in der Schweiz eine überragende orientierungsstiftende Kraft. Denn obwohl neutral und Nicht-Mitglied der NATO, verstand sich das kleine Land keineswegs als gesinnungsneutral; die Schweiz war ideell integraler Bestandteil des Westens, verwurzelt in der humanistischen und christlichen Tradition des Abendlandes.[12] Dies zeigte sich insbesondere in den ‚heißen’ Phasen des Konflikts in den 1950er und frühen 1960er Jahren, etwa während des Korea-Krieges oder in der Ungarn-Krise, als sich die politischen Milieus der Schweiz wiederholt durch einen expansiven Weltkommunismus bedroht fühlten.[13] Dieses „radikal Böse“ galt es unmissverständlich abzulehnen und ihm „die ganze westliche Zivilisation und Kultur, Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und christlicher Glaube“ entgegen zu setzen, wie ein Artikel in der Zeitschrift Zivilschutz 1959 festhielt.[14]

7 Leave a comment on paragraph 7 1 Die omnipräsenten Semantiken des Kalten Krieges kamen in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Anwendung und fanden auch ihren Weg in die Privatsphäre. Wie ich in diesem Abschnitt zeigen möchte, war es in den 1950er und 1960er-Jahren gerade der Atombunker im Keller des Schweizerischen Eigenheims, der die binären Symmetrien und die Schlüsselängste, die mit dem Konflikt verknüpft waren, auf wirkmächtige Art reflektierte, verarbeitete und bändigte. Der Bunker sollte dabei als materieller und imaginierter Raum nicht nur die Angst vor der Explosion russischer Atomsprengköpfe mildern. Er adressierte zugleich die Ängste vor einer Invasion und Infiltration der dunklen, östlichen Supermacht, vor dem Verlust Schweizerischer Unabhängigkeit und Freiheit, und nicht zuletzt dem Verlust der patriarchalen Vormachtstellung und des bürgerlichen Familienmodells. Die übergeordnete Zielsetzung des Atomschutzraums war es, Schweizerische und zugleich abendländische Werte und Identitäten gegen den Feind im Osten zu bestärken und die physische Integrität des Schweizer „Volkes“ in einem prospektiven Dritten Weltkrieg zu garantieren.

8 Leave a comment on paragraph 8 2 Ein Blick auf die technisch-wissenschaftliche Literatur zeigt, dass gegen die östlichen Kräfte des Todes und der nuklearen Vernichtung der „moderne“ „TWP-Schutzraum“ in Anschlag gebracht wurde, eine „Überlebensinsel“ mit druckstoßsicheren Türen, einem Schleusensystem, Reinigungsräumen, Notausgang, Ventilation und Filtern gegen radioaktiven Niederschlag, chemische und biologische Kampfstoffe.[15] Gemäß den 1966 erlassenen Technischen Weisungen für den Schutzraumbau basierte die Dimensionierung des Raum auf dem „neuesten Stand der Schutzbautechnik“ und verfügte über einen „optimalen Schutzumfang“, was konkret hieß, dass er einem Druck von 1bar stand hielt.[16] Damit konnten gemäß Berechnungen der Experten die Anzahl der Verluste in der Schweiz auf einen Zehntel reduziert werden, welche Waffe auch immer zum Einsatz käme.[17] Der Bunker garantierte deshalb ein fast komplettes Überleben der Bevölkerung. In dem an alle Schweizer Haushalte verschickten Ratgeber Zivilverteidigung wurde diese Garantie mit einem Kuchendiagramm illustriert, das „90 Prozent Sicherheit“ im Schutzraum versprach.[18]

9 Leave a comment on paragraph 9 1 Der Atombunker vereinte allerdings nicht nur das Versprechen hoch-technisierten Überlebens und optimierter Sicherheit in sich. Er war zugleich Garant von Ordnung, Helligkeit und Behaglichkeit, welche gegen das Chaos, die Dunkelheit und Tyrannei einer von der Sowjetmacht unterjochten Welt in Stellung gebracht wurde. In Zivilschutzfilmen und in von Behörden propagierten Kinderzeichnungen wurde die subterrane Infrastruktur meist in blendendes Licht getaucht oder in warmen und hellen Farben gezeichnet. Kamerafahrten führten den Zuschauer in lichtdurchflutete, akribisch geordnete Katakomben: weite Schluchten mit voll bestückten Vorratsräumen, blitzblanken Operationssälen, Liegestellen, Waschräumen und Küchen. Der Gang vom Ober- ins Unterirdische vollzog sich als Bewegung vom Dunkeln ins Helle oder gar Überbelichtete, wobei die Bunkertüre als heilige Pforte ins Reich des Überlebens inszeniert wurde.[19]

10 Leave a comment on paragraph 10 1 Wenn wir einen Blick auf schematisierte Symbolbilder des Bunkers in Propagandamaterialien der Behörden werfen, tritt uns der Raum als Bollwerk der Schweiz und des Schweizerischen entgegen. Im Bunker überleben sollte zum einen die national organisierte, föderalistische Männerrepublik Schweiz. Dies kam etwa im Bild einer schweizerischen Territorialkarte mit akkurat aufgereihten Männern zum Ausdruck, die in die schematisierte Hülle eines Schutzraums hineingezeichnet war.[20] Der ideologische Kern und das essentialistische Substrat des Überlebens der Schweiz freilich war die bürgerliche, von patriarchalen Rollenmustern und Attributen geprägte Kleinfamilie. Die im Bunker implantierte Kleinfamilie – bestehend aus einem zeitungslesenden Vater, einer Mutter im adretten Rock sowie ein bis zwei Kindern[21] – stellte dabei nicht nur die kleinste Zelle des physischen Überlebens der Schweiz dar. Sie sollte auch als „zivile Zelle des nationalen Widerstands“[22] gegen innere Feinde agieren, womit vor allem die Subversion durch den Kommunismus gemeint war. Der Atombunker als Hort einer nach Außen aggressiven und nach Innen hoch integrierten, den Feind aus dem Osten exkludierenden Abwehrgemeinschaft fand einen besonders prägnanten Niederschlag im Bild eines Igels, wie er in Prospekten und Unterrichtsmaterialien des Zivilschutzes bis in die 1980er Jahre hinein regelmäßig auftauchte. Der Igel richtet sein stachliges Hinterteil nach Osten und vereint in sich einen schematisierten Schutzraum, der wiederum die Schweiz als Ganzes beherbergt.[23]

Die Sehnsucht nach Autonomie im „langen kritischen Moment“

11 Leave a comment on paragraph 11 0 Von 1968 bis zu Beginn der 1970er-Jahre trat der Atombunker erstmals als eine Struktur des Dritten auf, welche die Deutungsmuster des abendländisch-bürgerlichen Weltbildes, das es um jeden Preis gegen den Osten zu verteidigen galt, semantisch verschob und performativ überformte. Welche sozio-politischen Konstellationen zeichneten diesen „langen kritischen Moment“[24] aus und bildeten die Hintergrundfolge dafür, dass der Bunker zum Schauplatz der Transzendierung hegemonialer Ordnungsvorstellungen wurde?

12 Leave a comment on paragraph 12 0 Zum einen hatte sich im Verlauf der 1960er-Jahre die Blockkonfrontation zunehmend in den Süden verlagert und sich mit der Dekolonisierung und den Kriegen um nationale Selbstbestimmung verbunden. Der Verweis auf den Gegensatz zwischen zivilisiertem Westen und östlicher Barbarei machte angesichts des Kolonialismus auf dem Rückzug, dem tatsächlich barbarisch geführten Krieg in Vietnam und dem Druck der civil rights-Bewegung in den USA immer weniger Sinn.[25] Zum andern begannen parallel zum Bedeutungsverlust der Leitkategorien „West“ und „Ost“ auch innenpolitisch verschiedene Themen und Problemlagen am Selbstbild der Schweiz zu rütteln – etwa der linke Internationalismus, die Fremdarbeiterfrage, oder die Debatte um schweizerische Waffenexporte.[26] Zugleich entpuppten sich die kulturellen Verbrauchsmuster in der Schweiz, die den neuen Lebensstandard in der westlichen Konsum- und Wohlstandsgesellschaft charakterisierten, immer stärker als normative Standards. Die Verhaltenserwartungen wurden im Rahmen traditioneller bürgerlicher Wertstrukturen rigider.[27] Zu den unbeabsichtigten Folgen des Wirtschaftsbooms gehörten markante Ängste angesichts der sich rasant verändernden modernen Umwelt und ihren Anforderungen. Nonkonformistische Intellektuelle wie Max Imboden forderten denn auch eine Emanzipation von den Denk- und Verhaltenszwängen der Schweiz und plädieren für eine aktive Auseinandersetzung des Kleinstaates mit den Dissonanzen der Moderne.[28] Am deutlichsten jedoch verbalisierte das Unbehagen in der „durchrationalisierten westlichen Wohlstandsgesellschaft“[29] das Sammelbecken der „Neuen Linken“. Diese trug maßgeblich zum Anstieg Schweizerischer Protestereignissen zwischen 1967 und 1973 bei.[30]

13 Leave a comment on paragraph 13 1 Im Gefolge der 1968er-Unruhen in Zürich begann sich im Zentrum der Stadt ein bislang beispielloses Experiment zu entfalten. Nachdem Forderungen einer Gruppe von „Jungen Linken“ nach einem autonomen Jugendzentrum mehrfach gescheitert waren, entstand Ende Oktober 1969 in der größten Luftschutzanlage Zürichs, dem sogenannten Lindenhof-Bunker, ein selbstverwalteter Freiraum für Jugendliche. Wenige Monate später riefen diese die „Autonome Republik Bunker“ aus.[31] Die jungen Benutzer richteten Diskothek, Diskussions- und Schlafräume ein, zudem Büroräume für sogenannte „Speak-outs“. Umgehend wurden die Betonwände revolutionsgerecht bemalt und beklebt. Flugblätter wurden verfasst und in der Diskothek tanzten Hunderte ungehemmt zu Beat- und Pop-Musik. Die Praktiken und Statements der jungen Bewohner etablierten den Bunker als einen gesetzesfreien Raum, in dem die Entfremdung von Autoritäten und Institutionen, die Solidarität mit Ländern der „Dritten Welt“ sowie das Gefühl mangelnder Autonomie und Selbstbestimmtheit in einer Welt der Experten und des manipulativen Konsums ausagiert und ausdiskutiert werden konnten. Es formierte sich so ein Widerlager gegen die abendländische kapitalistisch-bürgerliche Identität, wobei das Freund-Feind-Denken nun übertragen wurde auf die Behörden, Autoritäten und ganz allgemein die „Spießbürger“-Gesellschaft. Diese war die eigentliche „Supermacht“, wie es die Jugendlichen nannten, die den Bunker mit ihren „Robotersoldaten“ umschließe.[32] Mit Henri Levèbvre kann die Bunkerrepublik als „space of enjoyment“ gedeutet werden, der sich in dem Moment konstituiert, in welchem ein Raum nomadisch zum Ort der Begegnung, des Spiels und des Festivals verschoben wird.[33] Installiert durch die poetischen Praktiken der Jugendlichen stand er symptomatisch für die Rückeroberung der sinnlichen Erfahrung, welche durch die Entwicklung des objektivierenden und quantifizierenden Denkens der vorhergehenden Jahrzehnte verloren schien. Das Experiment Bunker allerdings hielt nicht lange Zeit an. Bereits 60 Tage nach Ausrufung der autonomen Republik wurde der Bunker auf Geheiß des Stadtrates geschlossen. Offiziell wurden dafür strafbare Aktivitäten der Jugendlichen geltend gemacht (Drogenkonsum, Sachbeschädigung und unerlaubtes Übernachten Minderjähriger).[34] Inoffiziell spielten wohl auch die vermeintlich subversive „Agitation für den sozialistischen Feind“ und Verstöße gegen die bürgerliche Sexualmoral eine Rolle. Der Untergrund wurde in der Folge abgerissen und durch einen neuen, technisch hoch elaborierten Großschutzraum für 10’000 Personen ersetzt.[35]

14 Leave a comment on paragraph 14 0 Vergleichbare Effekte des Bunkers als Struktur des Anderen oder Dritten lassen sich zu Beginn der 1970er Jahre anhand des Films le troisième cri des franko-schweizerischen Regisseurs Igaal Niddam belegen.[36] Niddam porträtiert in dem 1974 uraufgeführten Film eine utopische Welt in einem öffentlichen Schutzraum. Nachdem es in einer namenlosen Schweizer Stadt zum Abwurf einer Atombombe gekommen ist, untergraben die Überlebenden im Bunker mit Hilfe von Drogen die sozialen und sexuellen Verhaltenskorsetts ihrer Zeit. Zugleich dramatisiert das Ende des Films das Gefühl existentieller Hilflosigkeit und Ohnmacht des Individuums in einer modernen, hoch technisierten Welt. Am Schluss macht sich nämlich einer der Bunkerbewohner auf, das Außen des Bunkers zu erkunden. Da der Schutzraum von Wasser umgeben ist, muss er tauchen und erreicht schließlich die Oberfläche eines endlos scheinenden Ozeans. In der Schlussszene nimmt er seine Taucherbrille ab, die Kamera zoomt auf seinen Kopf in den Wogen des Meeres, seine Augen sind schreckgeweitet, der Mund verzerrt zu einem stummen Schrei, dann friert das Bild ein.

Eine statt zwei Welten, oder: Pogo im Grab

15 Leave a comment on paragraph 15 0 Zwischen dem Ende der 1970er Jahre und ca. 1983 etablierte sich der Atombunker erneut als Lokus der Differenz. Wie dieser Abschnitt zeigen wird, ermöglichte er als nun als überaus dynamischer third space, die Ordnungsvorstellung „Kalter Krieg“ radikal in Frage zu stellen. Im Gegensatz zum „langen kritischen Moment“ um 1970 diente der Bunker somit nicht mehr bloß vereinzelter und letztlich kurzlebiger Momente der Unterwanderung, Transzendierung und Entstellung. Es lässt sich vielmehr argumentieren, dass die Logiken und Denkschemata des manichäischen Ordnungssystems „Kalter Krieg“ im und durch den Atombunker nun grundsätzlich zum Einsturz gebracht und von neuen Ordnungsvorstellungen überlagert wurden.

16 Leave a comment on paragraph 16 0 Am Ende der 1970er Jahre verbanden sich die Wahrnehmung ökonomischer und sozialer Krisen, ausgelöst durch die Ölpreis- und Energie-Krise, mit den Befürchtungen vor der Erschöpfung natürlicher Ressourcen, der Zerstörung der Umwelt und den zunehmenden Spannungen im Ost-West Konflikt.[37] Aus europäischer Perspektive war der sogenannte Zweite Kalte Krieg primär an das Thema der Nachrüstung gekoppelt.[38] Die 1979 aufgrund des NATO-Doppelbeschlusses drohende Stationierung von Mittelstreckenraketen in Westeuropa löste Massenproteste auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs aus und beförderte die Bildung einer neuen, generationenübergreifenden Friedensbewegung.[39] Friedensaktivisten und Intellektuelle gleichermaßen versuchten den Zeitgeist der Ära einzufangen. Der österreichische Publizist Oskar Schatz etwa diagnostizierte anfangs der 1980er Jahre ein Syndrom „negativer Befindlichkeit“, das sich aus Angst, Pessimismus, Resignation, Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und einer Erwartung des nahenden Weltendes zusammensetzte.[40]

17 Leave a comment on paragraph 17 0 Auch in der Schweiz lässt sich ein atmosphärisches Konglomerat aus Angst, Unsicherheit und Kontingenz ausmachen. Zehntausende Menschen, Jung und Alt, protestieren im Rahmen diverser Friedensdemonstrationen gegen die Schreckensvision eines „Euroshima“,[41] provoziert durch das Säbelrasseln Ronald Reagans – für viele der nun neue Feind.[42] Kritik hagelte es gerade auch auf die Zivilschutzinfrastruktur des Landes.[43] Angesichts der als immer verwundbarer wahrgenommenen Umwelt und den global wirksamen Effekten eines „atomaren Holocaust“ erzeugte das behördliche Versprechen optimierter Sicherheit im Bunker und die Rede vom nationalen Überleben immer weniger Evidenz.[44] Der Bunker wurde markiert als Ort der Unsicherheit und des Ausgeliefertseins, als Lokus der Militarisierung und Instrument zur Totaldisziplinierung der Bevölkerung durch den autoritären Staat.[45] Vertreter der Friedensbewegung und der Anti-Zivilschutzbewegung porträtieren den Raum als dunkles Grab für anonyme Massen, als Gefängnis, Verließ und Käfig und kehrten damit ältere Deutungsmuster des Bunkers als Hort von Ordnung, Helligkeit und Geborgenheit komplett um.[46]

18 Leave a comment on paragraph 18 1 Gerade den Bildern des Igels und der (Überlebens)Insel wurde nun eine explizite Absage erteilt. Anlässlich einer Friedensdemonstration im Dezember 1981 in Bern wurde die Schweiz von einer Rednerin als Teil einer „weltweiten Schicksalsgemeinschaft“ bezeichnet. Die Schweiz könne nie mehr die Insel sein, die sie vielleicht einmal gewesen sei.[47] Die Welt, so unterstrich auch eine Vertreterin der Gruppe „Frauen für den Frieden Schweiz“ in einer Fernsehdebatte, bestehe nicht mehr aus Ost und West.[48] Was sich in solchen Statements manifestierte, war die Vorstellung von nicht zweien, sondern „einer Welt“[49], die als verletzlich, vernetzt und interdependent wahrgenommen wurde und in die die Schweiz unhintergehbar eingebunden war. Der Meistererzählung der Systemkonkurrenz trat damit die Wahrnehmung einer anderen Globalität entgegen, die von der auf das Ganze der Welt bezogenen Groß-Signifikante „Ökologie“ dominiert wurde.[50] Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der Atombunker sukzessive zu einem Kollektivsymbol avancierte, das mehrere globale Bedrohungsdiskurse zu bündeln vermochte. So markierte die geöffnete Türe eines Atombunkers das Auftakt- und Hintergrundbild einer Diskussions-Sendung des Schweizer Fernsehens, die 1985 um die generelle „Angst vor dem Ende“ in der Gesellschaft kreiste – ein Weltende, das durch den Atomkrieg ebenso wie durch den ökologischen Tod der Erde drohte.[51]

19 Leave a comment on paragraph 19 0 Zukunft schien seit dem Ende der 70er-Jahre nicht mehr einfach kalkulierbar und kühl steuerbar.[52] Für viele war Zukunft gar nicht mehr denk- und wünschbar. „No Future“: Das Schlagwort bezeichnete ein Lebensgefühl vor allem der jungen Generation, das sich im Zeichen von Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung und Kriegsangst verdichtete.[53] Genau dieses Lebensgefühl wurde in der Schweiz nun im Bunker in zerstörerischer Form ausgelebt, also in dem Raum, der offiziell als heiliger Gral der patriarchal-bürgerlichen Familienordnung und hehre Insel des Überlebens der freiheitlich-demokratischen Nation installiert worden war. Punk-Bands wie die „Nasal Boys“ oder „The Bastards“ lebten ihre aggressive Haltung gegen alles gängig Geglaubte und Gleichförmige in den Atomschutzräumen von Genf und Zürich aus und animierten ihr Publikum zum Pogo.[54] Im Vergleich zu früheren counterculture- und Jugendbewegungen verachteten die Punks die utopischen Visionen einer besseren Zukunft, wie sie noch die „Jungen Linken“ der Bunkerrepublik verfolgt hatten. Es ging ihnen nicht um die Transformation der Gesellschaft oder makropolitische Entwürfe, sondern um Präsentismus, darum, „mich zu sein“, wie es ein Bandmitglied der „Nasal Boys“ ausdrückte, und zwar hier und jetzt![55]

20 Leave a comment on paragraph 20 1 Zur selben Zeit, wie die Punks zum Pogo im Untergrund aufriefen, inszenierte Friedrich Dürrenmatt im Bunker eine andere Art subterranen Pogos. In seiner 1981 publizierten Novelle Ein Winterkrieg in Tibet installiert er nach dem Ausbruch des Dritten Weltkrieges in einem tibetischen Endzeituntergrund ein Bunker-Bordell, das die Menschheit auslöscht.[56] In diesem ist der Gegner nicht länger identifizierbar, Geschlechterrollen haben sich verwischt, nationale Grenzen aufgelöst und die opponierenden Bedeutungsfelder des „Kalten Krieges“, die Gegensätze von Freund und Feind, Dunkel und Hell, Freiheit und Tyrannei, Ordnung und Chaos verlieren jeden Sinn. Ebenso wie Dürrenmatt und fast zum selben Zeitpunkt etablierte der Schweizer Schriftsteller Hermann Burger den Bunker als Bordell. Allerdings markierte der Bunker in seinem 1982 erschienen Roman Die künstliche Mutter nicht eine Zone der Vernichtung und des Weltendes, sondern ein Ort psychotischer Durchbrüche und heilender Mütterlichkeit.[57] Bei Burger sucht Wolfram Schöllkopf, ein Professor für Literatur und Glazeologie der Eidgenössischen Technischen Universität, in einem zur Heilklinik umfunktionierten Bunker des Gotthardmassivs Heilung von seiner Depression und sexuellen Impotenz. Diese Beschwerden resultieren aus Schöllkopfs dreifach problematischer Mutterbeziehung – derjenigen zur eigenen Migräne- und Eismutter, zur „Alma Mater Helvetiae mit der Kuppelbrust aus Stein“ (der Eidgenössischen Technischen Universität) und dem Land als ganzen, symbolisiert in der Helvetia-Figur.[58] In der von einer weiblichen Direktorin geführten Klinik durchläuft Schöllkopf eine erotische Tiefentherapie, die letztlich zum Ausbruch aller unterdrückten Gefühle führt und ihn von den „sogenannten Männertugenden“ befreit. Diese endeten – so Burger – „wenn nicht auf dem Schlachtfeld – so immer auf einem Exerzierplatz“.[59] Wie Hans Rindisbacher argumentiert hat, schafft Burger mit seinem im Bunker-Heilstollen angesiedelten Roman eine Demaskulinisierung der Selbstkonzeption der Schweiz und ihrer rein-männlichen militärischen und fast rein-männlichen politischen Terrains. Er betreibt somit die Erosion des national-maskulin-alpin-militärischen Komplexes, bevor dieser in den 1990er Jahren mit dem Abbau der militärischen Verteidigungsanlagen und der massiven Reduktion der Armeebestände im Gefolge der Armeereform in realiter stattfand.[60]

21 Leave a comment on paragraph 21 1 Die Bunkerpraktiken und Imaginationen von Dürrenmatt, Burger, den Friedensaktivistinnen, Zivilschutzkritikern ebenso wie den Punks weisen mit einiger Deutlichkeit darauf hin: Der Großkonflikt zwischen „Ost“ und „West“ schwebte zu Beginn der 1980er Jahre längst nicht mehr als stabiler Monolith über allem und jedem. Bereits vor dem offiziellen Ende des System-Konfliktes waren die Deutungsmuster des Kalten Krieges in der Schweiz gesamtgesellschaftlich nicht mehr integrationsfähig. Der ehemalige stabile Orientierungspunkt mit seinen starren Dichotomien brach immer mehr in sich zusammen und gab die Sicht frei auf eine ökologische, global vernetzte, womöglich auch weibliche(re) Welt, die von fluiden Subjekten bevölkert wurde. Es lässt sich somit argumentieren, dass die umfassenden Implikationen des „Schocks des Globalen“[61], der seinen Ausgang in den 1970er Jahren nahm, zu Beginn der 1980er Jahre erstmals richtig fassbar wurden. Und der Atombunker spielte bei diesem Prozess eine nicht zu unterschätzende Rolle – als Inkubationszelle des Dritten, das etablierte Kategorisierungen in Frage stellte und das Auftauchen neuer Visionen beförderte.

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Literatur

  • 23 Leave a comment on paragraph 23 0
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  • Krokow, Christian Graf von: Auf der Suche nach Glück – das Dilemma der Modernität, in: Schatz, Oskar (Hg.): Was wird aus dem Menschen? Graz 1974, S.15-32.
  • Kuchenbuch, David: „Eine Welt“. Globales Interdependenzbewusstsein und die Moralisierung des Alltags in den 1970er und 1980er Jahren, in: Geschichte und Gesellschaft 38(2012)1, S. 158-184.
  • Lefèbvre, Henri: Toward an Architecture of Enjoyment, herausgegeben von Lukasz Stanek, Minneapolis/London 2014.
  • Levsen, Sonja: Einführung. Die 1970er Jahre in Westeuropa – un dialogue manqué, in: Geschichte und Gesellschaft 42(2016)2, S. 213-242.
  • Marszolek, Inge/Buggeln, Marc (Hg.): Bunker. Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungsraum, Frankfurt a.M. 2008.
  • Masco, Joseph: Survival is your Business. Engineering Ruin and Affect in Nuclear America, in: Cultural Anthropology 23(2008)2, S. 361-398.
  • Masco, Joseph: Life Underground. Building the Bunker Society, in: anthropology now 1(2009)2, S. 13-29.
  • Meier, Martin:, Von der Konzeption 71 zum Zivilschutz 95. Der Schweizer Zivilschutz zwischen Sein und Schein, Lizentiatsarbeit, Universität Fribourg 2007.
  • Metzler, Gabriele: Krisenbewusstsein, Krisendiskurse und Krisenbewältigung. Die Frage der „Unregierbarkeit“ in Ost und West nach 1972/73, in: Zeitgeschichte 34(2007)3, S. 151-161.
  • Molitor, Jürgen Mit der Bombe überleben. Die Zivilschutzliteratur der Bundesrepublik 1960-1964, Marburg 2011.
  • Müller, Hanspeter/Lotmar, Gerold: Der Bunker von Zürich. Jugend zwischen Rückzug und Revolte. Ein Modellfall, Olten 1972.
  • Monteyne, David (2011). Fallout Shelter. Designing for Civil Defense in the Cold War, Minneapolis 2011.
  • Radkau, Joachim: Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte, München 2011.
  • Rindisbacher, Hans: Going Underground. Two Models of Alpine Penetration in Hermann Burger’s Die künstliche Mutter and Christa Wolf’s Kassandra, Paper, GSA Conference, Denver, Oct 3-6.
  • Rose, Kenneth: One Nation Underground. The Fallout Shelter in American Culture, New York 2004.
  • Rutherford, Jonathan: The Third Space. Interview with Homi Bhabha, in: ders. Identity. Community, Culture, Difference, London 1990, S. 207-221.
  • Sarasin, Philipp: Die Grenze des „Abendlandes“ als Diskursmuster im Kalten Krieg, in: Eugster, David/Marti, Sibylle (Hg.): Das Imaginäre des Kalten Krieges, Eine Kulturgeschichte des Ost-West-Konfliktes ins Europa, Essen 2015, S. 19-44.
  • Schmidt, Sarah: Unter Grund – Widerlager der Kultur. Ein Gedankenspaziergang mit Michel Foucault, in: Rüttimann, Sylvia/Hardmeier, Monika (Hg.): Im Untergrund. Below Ground Level, Nürnberg 2007, S. 113-125.
  • Schregel, Susanne Der Atomkrieg vor der Wohnungstür. Eine Politikgeschichte der neuen Friedensbewegung in der Bundesrepublik, 1970-1985, Frankfurt a.M./New York 2011.
  • Seefried, Elke: Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung, 1945-1980, Berlin/Boston 2015.
  • Tanner, Jakob: Le pacifisme Suisse après 1945, in: Relations internationales 53(1988), S. 69-82.
  • Tanner, Jakob: Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, München 2015.
  • Vanderbilt, Tom: Survival City. Adventures among the Ruins of Atomic America, Chicago 2010.
  • Wenk, Silke (Hg.): Erinnerungsorte aus Beton. Bunker in Städten und Landschaften, Berlin 2001.
  • Wirz, Willy: Wir überleben im Schutzraum, Meilen 1971.
  • Wisler, Dominique: Drei Gruppen der Neuen Linken auf der Suche nach der Revolution, Zürich 1996.
  • Wittner, Lawrence S.: Confronting the Bomb. A Short History of the World Nuclear Disarmament Movement. Stanford 2009.
  • Ziemann, Benjamin (Hg.): Peace Movements in Western Europe, Japan and the USA during the Cold War, Essen 2009.

24 Leave a comment on paragraph 24 0 [1] Vgl. Klinke: The Bunker and the Camp, S. 155.

25 Leave a comment on paragraph 25 0 [2] Zwei kulturwissenschaftliche Sammelbände, die sich bislang als einzige im deutschen Sprachraum exklusiv dem Thema Bunker widmeten, setzen einen starken Akzent auf die Bunkerstrukturen des Zweiten Weltkrieges. Vgl. Wenk: Erinnerungsorte aus Beton; Marszolek/Buggeln (Hg.): Bunker. Debatten, Kampagnen und das Emotionsmanagement rund um den Atomschutzraum in Europa streifen Molitor: Mit der Bombe überleben; Diebel: Angst vor der Bombe; Schregel: Der Atomkrieg vor der Wohnungstür; sowie die Beiträge im Unterkapitel „Schutzräume“ in Greiner/Müller/Walter (Hg): Angst im Kalten Krieg. Mein in Kürze fertig gestelltes Habilitationsprojekt leistet mit Fokus auf die Schweiz die erste umfassende Wissens-, Kultur- und Sozialgeschichte des Atombunkers („Überlebenszelle, Territorium, Bordell. Eine Raumgeschichte des Bunkers“). Siehe aktuell Berger Ziauddin: Territorializing the Home.

26 Leave a comment on paragraph 26 0 [3] Siehe hierzu Rose: One Nation Underground; Davis: Stages of Emergency; Masco: Survival is your Business und Masco: Life Underground. Einen stärkeren Fokus auf die Materialität des Bunkers legen Monteyne: Fallout Shelter und Vanderbilt: Survival City.

27 Leave a comment on paragraph 27 0 [4] Vgl. Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Schutzbauten http://www.babs.admin.ch/de/aufgabenbabs/schutzbauten.html (17.4.2017). Zur Formation und globalen Reichweite schweizerischen Bunkerbau-Expertise vgl. Berger Ziauddin: Superpower Underground.

28 Leave a comment on paragraph 28 0 [5] Vgl. Unterwelt der Schweiz, in: Bündner Tagblatt, 28.5.2016, S. 8.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 [6] Vgl. Foucault: Die Heterotopien; Foucault: Andere Räume. Inge Marszolek hat in ihrer Einleitung zum Sammelband „Bunker. Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungsraum“ vorgeschlagen, Bunker als Heterotopien zu lesen. Allerdings wurde das Konzept in den mit empirischem Material arbeitenden Artikeln des Bandes nicht aufgenommen. Vgl. ; Marszolek/Buggeln (Hg.): Bunker. Kursorische Reflexionen über Räume unter Grund als Heterotopien finden sich auch bei Schmidt: Unter Grund – Widerlager der Kultur

30 Leave a comment on paragraph 30 0 [7] Vgl. Chlada: Heterotopie und Erfahrung, S. 8.

31 Leave a comment on paragraph 31 0 [8] Vgl. Garber: Verhüllte Interessen, S. 23; Koschorke: Ein neues Paradigma der Kulturwissenschaften.

32 Leave a comment on paragraph 32 0 [9] In den puritanischen Kolonien Neuenglands mit ihren auf die Spitze getriebenen Ordnungsstrukturen sah Foucault die paradigmatische Form einer Kompensationsheterotopie vorliegen. Foucault 1991, S. 45.

33 Leave a comment on paragraph 33 0 [10] Der Begriff third space ist Homi Bhabha entlehnt, der ihn im Rahmen der postcolonial studies mit dem Konzept der Hybridität verbindet. Als ambivalenter, hybrider Aushandlungsort erlaubt der third space nach Bhabha, andere Positionen erscheinen zu lassen und etablierte Kategorisierungen von Kultur und Identität in Frage zu stellen. Vgl. Rutherford: The Third Space.

34 Leave a comment on paragraph 34 0 [11] Vgl. Imhof: Das Böse, S. 81.

35 Leave a comment on paragraph 35 0 [12] Vgl. Imhof/Ettinger/Kraft/Schätti: Die Schweiz in der Welt, S. 24; Tanner: Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, S. 301.

36 Leave a comment on paragraph 36 0 [13] Vgl. Imhof/Ettinger/Kraft/Schätti: Die Schweiz in der Welt, S. 24, 12.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 [14] Vgl. Büsser: Geistiger Zivilschutz, S. 42.

38 Leave a comment on paragraph 38 0 [15] Heierli: Der Schutzraum als Überlebensinsel; siehe auch hierzu Heierli/Jundt: Personenschutzräume; Wirz: Wir überleben im Schutzraum, S. 3.

39 Leave a comment on paragraph 39 0 [16] Bundesamt für Zivilschutz: TWP 1966. Technische Weisungen für den Privaten Schutzraumbau; Heierli/Jundt: Personenschutzräume, S. 40.

40 Leave a comment on paragraph 40 0 [17] Vgl. Basler/Kämpfer: Über den Wert von Schutzmassnahmen gegen nukleare Waffen, S.7.

41 Leave a comment on paragraph 41 0 [18] Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD (Hg.): Zivilverteidigung, S. 74.

42 Leave a comment on paragraph 42 0 [19] Vgl. Berger Ziauddin: Überlebensinsel und Bordell, S. 80-81.

43 Leave a comment on paragraph 43 0 [20] Vgl. Autorenkollektiv (Hg.): Schutzraum Schweiz, S. 21.

44 Leave a comment on paragraph 44 0 [21] Vgl. zum Beispiel Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD (Hg): Zivilverteidigung, S. 55.

45 Leave a comment on paragraph 45 0 [22] Heierli: Überleben im Ernstfall, S. 120.

46 Leave a comment on paragraph 46 0 [23] Vgl. Autorenkollektiv (Hg.): Schutzraum Schweiz, S. 21.

47 Leave a comment on paragraph 47 0 [24] Tanner: Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, S. 384.

48 Leave a comment on paragraph 48 0 [25] Vgl. Sarasin: Die Grenze des „Abendlandes“ als Diskursmuster im Kalten Krieg, S. 41.

49 Leave a comment on paragraph 49 0 [26] Vgl. Berger: „Es wird gestraft. Macht. Das ist alles.“, S. 56.

50 Leave a comment on paragraph 50 0 [27] Vgl. Berger: „Es wird gestraft. Macht. Das ist alles.“, S. 51.

51 Leave a comment on paragraph 51 0 [28] Vgl. Tanner: Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, S. 354.

52 Leave a comment on paragraph 52 0 [29] Krokow: Auf der Suche nach Glück, S. 27.

53 Leave a comment on paragraph 53 0 [30] Zu den Akteuren, den Artikulationsformen und dem Protest-Zyklus der „Neuen Linken“ in der Schweiz vgl. Berger: „Es wird gestraft. Macht. Das ist alles.“, S. 58-71.

54 Leave a comment on paragraph 54 0 [31] Zur Vorgeschichte und Entstehung des „Lindenhof-Bunkers“ vgl. Wisler. Drei Gruppen der Neuen Linken auf der Suche nach der Revolution, S. 79-86; Müller/Lotmar: Der Bunker von Zürich.

55 Leave a comment on paragraph 55 0 [32] Auf einem Poster am Eingang des Bunkers stand: „In dieser Republik gibt es kein Gesetz, denn wir können denken. Wir sind uns im Klaren, wenn wir unsere Republik verlassen, gelten andere Gesetze, Gesetze einer Supermacht, die uns umschließt. Wenn dieser Supermacht unsere Gesetzesfreiheit nicht passt, wird sie uns überfallen iheit nicht passt, wi Supermacht, die uns umschliesst. Wenn dieser Supermacht unsere Gesetzesfreiheit nicht passt, wiüberfallen. Wir sind gegenwärtig noch nicht in der Lage, unsere Leute vor den aggressiven Robotersoldaten der Supermacht zu schützen. Auch daran müssen wir denken (vorläufig noch).“ Vgl. Abbildung in: Neue Zürcher Zeitung, Bunkerjugend und Gesellschaft, 14.1.1972.

56 Leave a comment on paragraph 56 0 [33] Vgl. Lefèbvre: Toward an Architecture of Enjoyment.

57 Leave a comment on paragraph 57 0 [34] Vgl. Schweizerisches Sozialarchiv Zürich, Ar. 201.76.1, Autonome Republik Bunker 1971-1973: Brief Stadtpräsident von Zürich an die Vertreter des Bunkerkomitees, 9.11.1970.

58 Leave a comment on paragraph 58 0 [35] Dieser neue Zivilschutzbunker stellte die größte Schutzanlage Zürichs dar und diente zugleich als Parkhaus. Vgl. Zürichs Doppelleben im Untergrund, in: Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2012.

59 Leave a comment on paragraph 59 0 [36] Siehe Le troisième cri, Regie: Igaal Niddam, Uraufführung Locarno Film Festival 1974.

60 Leave a comment on paragraph 60 0 [37] Zum Krisenbewusstsein und den Krisendeutungen in Deutschland, Frankreich, und den USA vgl. Gotto/ Möller/Mondot/Pelletier: Nach „Achtundsechzig“; Metzler: Krisenbewusstsein, Krisendiskurse und Krisenbewältigung; Jarausch: Das Ende der Zuversicht?; Bösch: Zweierlei Krisendeutungen. Das Fehlen einer gesamteuropäischen und vor allem globalen Historikerdebatte über den Charakter der 1970er Jahre monierte jüngst Levsen: Einführung. Die 1970er Jahre in Westeuropa – un dialogue manqué.

61 Leave a comment on paragraph 61 0 [38] Vgl. Gassert/Geiger/Wentker (Hg.): Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung. Zum Kalten Krieg der 1980er Jahre in europäisch-amerikanischer Perspektive vgl. Conze/Klimke/Varon (Hg.): Nuclear Threats, Nuclear Fear and the Cold War of the 1980.

62 Leave a comment on paragraph 62 0 [39] Für einen Überblick über die europäische und transnationale Friedensbewegung vgl. Ziemann (Hg.): Peace Movements in Western Europe, Japan and the USA during the Cold War; Wittner: Confronting the Bomb; Balz/Friedrichs: „All we ever wanted…“.

63 Leave a comment on paragraph 63 0 [40] Zit in. Esposito: No Future, S. 95.

64 Leave a comment on paragraph 64 0 [41] 1981 versammelten sich zwischen 30.000 und 40.000 Menschen in Bern zur Demonstration „Für Frieden und sofortige Abrüstung”; 1982 demonstrierten rund 20.000 Menschen in Genf und 1983 trafen sich erneut zwischen 4.’000 und 50.000 Personen in Bern, um sich für Abrüstung in Ost und West einzusetzen. Vgl. Bein/Brassel/Leuenberger: Handbuch Frieden Schweiz, S. 91-92. Das Plakat, das zur Demonstration in Bern 1983 aufrief, trug den Titel „Euroshima nie“ und zeigte einen Cartoon von Obelix, der einem mit Raketen bewaffneten Amerikaner einen Schlag versetzt. Vgl. Schweizerisches Sozialarchiv Zürich F_5053-Ob-255. Zur Geschichte der Friedensbewegung in der Schweiz vgl. auch Tanner: Le pacifisme Suisse après 1945; Brunner: Friedfertig und widerständig.

65 Leave a comment on paragraph 65 0 [42] Zum Feindbild Reagan im bundesdeutschen Kontext vgl. Hansen: 2016, S. 34.

66 Leave a comment on paragraph 66 0 [43] Vgl. Meier: Von der Konzeption 71 zum Zivilschutz 95, S. 175-186.

67 Leave a comment on paragraph 67 0 [44] Vgl. Schweizer Fernsehen DRS, Sendung Telebühne, Diskussion mit dem Publikum zum Thema: Angst vor dem Atomkrieg, 8.12.1982.

68 Leave a comment on paragraph 68 0 [45] Auch in der BRD geriet der Atombunker anfangs der 1980er Jahre zu einem emotional aufgeladenen Streitobjekt. Vgl. Kemper: Zivilschutz, S. 318. Die wichtigsten Themen und Motive in der friedenspolitischen Auseinandersetzung um den Bunker in der Bundesrepublik schildert ausführlich Schregel: Der Atomkrieg vor der Wohnungstür, S. 185-225.

69 Leave a comment on paragraph 69 0 [46] Vgl. Berger Ziauddin: Überlebensinsel und Bordell, S. 84-85, 88.

70 Leave a comment on paragraph 70 0 [47] Rede von Rosmarie Kurz an der Friedensdemonstration vom 5.12.1981 in Bern, abgedruckt in: Komitee für Frieden und Abrüstung: Friedensdebatte in der Schweiz, Bern 1982, S. 10.

71 Leave a comment on paragraph 71 0 [48] Monika Stocker (Frauen für den Frieden), in: Schweizer Fernsehen DRS, Sendung Tatsachen und Meinungen, 6.11.1983.

72 Leave a comment on paragraph 72 0 [49] Vgl. Kuchenbuch: „Eine Welt“.

73 Leave a comment on paragraph 73 0 [50] Zu den global bedeutsamen Leitmotiven der Umweltbewegung vgl. Radkau: Die Ära der Ökologie, S. 193-254.

74 Leave a comment on paragraph 74 0 [51] Siehe Schweizer Fernsehen DRS, Sendung Zeitgeist: Menschen, Normen, Konsequenzen, Thema: Angst vor dem Ende. Waldsterben, Atomkrieg, Apokalypse, 29.4.1985.

75 Leave a comment on paragraph 75 0 [52] Wie Elke Seefried betonte, verlor die Zukunftsforschung spätestens ab Mitte der 1970er Jahre die Gewissheit, belastbare Auskünfte über die Zukünfte zu treffen. Seefried: Zukünfte, S. 498.

76 Leave a comment on paragraph 76 0 [53] Vgl. Esposito: No Future, S. 99.

77 Leave a comment on paragraph 77 0 [54] Genf galt in den Achtzigerjahren als Underground-Musikstadt der Schweiz schlechthin. Viele Rock-, New Wave- und Punkbands entstanden in den Kellern und Atombunkern der Stadt. Vgl. Croubalian: Genf erwacht, S. 12; siehe The Bastards. Schizoterrorist. Dokumentarfilm, Regie: Jean-Lou Steinman, 2012.

78 Leave a comment on paragraph 78 0 [55] Siehe Schweizer Fernsehen DRS, Sendung Music-Scene, Thema: Punk in der Schweiz, 11.2.1978.

79 Leave a comment on paragraph 79 0 [56] Siehe Friedrich Dürrenmatt: Der Winterkrieg in Tibet, in: Labyrinth. Stoffe I-III, Zürich [1981] 1998.

80 Leave a comment on paragraph 80 0 [57] Hermann Burger: Die künstliche Mutter, Frankfurt a.M. 1982.

81 Leave a comment on paragraph 81 0 [58] Hermann Burger: Die künstliche Mutter, Frankfurt a.M. 1982, S. 189.

82 Leave a comment on paragraph 82 0 [59] Hermann Burger: Die künstliche Mutter, Frankfurt a.M. 1982, S. 223.

83 Leave a comment on paragraph 83 0 [60] Rindisbacher: Going Underground, S. 7.

84 Leave a comment on paragraph 84 0 [61] Vgl. Ferguson/Maier/Manela/Sargent (Hg.): The Shock of the Global.

Source: https://opr.degruyter.com/den-kalten-krieg-vermessen/silvia-berger-ziauddin-atombunker/