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Sophia Dafinger: Experten für den Luftkrieg

„Luftkriegsexperten“ im „Kalten Krieg“

1 Leave a comment on paragraph 1 0 Mit dem Anspruch, eine „neue“ Geschichte des „Kalten Krieges“ zu schreiben, geht oft der Versuch einher, seine „alte“, vornehmlich aus Militär- und Politikgeschichte bestehende, nun demonstrativ auszuklammern – oder zumindest als bekannt vorauszusetzen und ihre Gegenstände hinter sich zu lassen. Von Generälen und ihren Kriegen, so scheint es, ist zu Zeiten kultur- und sozialgeschichtlicher Paradigma nicht mehr viel zu lernen. Die Aufmerksamkeit gilt daher nun den sogenannten kleinen Leuten, ihrem Alltag und seinen Symbolen, und zwar nicht nur im „Westen“ und im „Osten“, sondern auch überall dazwischen. Das „Dazwischen“ befindet sich dabei geographisch auch an altbekannten Orten, in Washington und Moskau, in Wladiwostok und Detroit. Diese Verschiebung der Aufmerksamkeit ist längst überfällig gewesen und bringt wichtige und spannende Einsichten mit sich. Ebenso wie in scheinbar kohärenten Blöcken Brüche und Widersprüche gefunden werden können, birgt aber auch die Geschichte der „heißen Kriege“ im „Kalten Krieg“ weiterhin Bedenkenswertes, insbesondere, wenn man sie unter neuen Blickwinkeln betrachtet.

2 Leave a comment on paragraph 2 0 Eine Möglichkeit ist, auch einmal in die Hinterzimmer von Weißem Haus und Pentagon zu schauen, wo hinter meist verschlossenen Türen die Berater und Experten ihrer Arbeit nachgingen. Auch unsere Luftkriegsexperten waren „Krieger“, die militärische Konflikte beeinflusst und so den „Kalten Krieg“ geformt haben. Dennoch sind tausende Mitarbeiter der Verwaltung, externer Denkfabriken und militärischer Forschungsinstitute so gut wie vergessen. Sie trugen zwar keine Uniform, waren als hauptberufliche Experten der Gewalt aber dennoch Teil der Geschichte des Krieges in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wer zu ihnen gehörte, ist weniger über ihre Herkunft und (Aus-)Bildung als vielmehr über ihre Tätigkeit zu bestimmen, deren Ziel die rationale, zuweilen wissenschaftliche Evaluierung und Planung militärischer Gewalt war.

3 Leave a comment on paragraph 3 0 Am Beispiel der Arbeit von Sozialwissenschaftlern, die der US-amerikanischen Luftwaffe ihre Expertise zur Verfügung stellten, will dieser Beitrag deutlich machen, welche Bedeutung wissenschaftliche Expertise im „Kalten Krieg“ besaß und inwiefern sie die binäre Logik der Konfrontation zum Teil stützte, zum Teil infrage stellte. Sich mit den „Experten des Luftkriegs“ zu beschäftigen, besitzt einen besonderen Reiz, da sich in ihrer Arbeit mehrere Charakteristika der Allianz zwischen Wissenschaft und Politik spiegeln: Erstens ist ihre Tätigkeit Folge von Technisierungstendenzen, die zur Totalisierung des Krieges entscheidend beigetragen hatten. Zweitens generierten sie als „objektiv“ und „rational“ gekennzeichnetes Wissen über soziale Gruppen und legitimierten ihre Tätigkeit mit dem für die 1950er- und 1960er-Jahre prägend werdenden Glauben an Optimierung und Planung.

4 Leave a comment on paragraph 4 1 Hinter dem Schlagwort der „Luftkriegsexpertne“ –  einer fast schhon paradigmatische Spezies der „Kalten Kriegern“ verbirgt sich also nicht das Phantasma unmenschlicher Kriegstreiber, sondern eine diverse Gruppe von Experten.  Unter ihnen waren Praktiker, deren häufig in beruflichen Zusammenhängen erworbene Kenntnisse einen rationalen Entscheidungsprozess zu gewährleisten schienen, wie beispielsweise der Leiter des „United States Strategic Bombing Survey“, kurz USSBS, der im Jahr 1944 in Washington ins Leben gerufen wurde. Franklin D’Olier war erfolgreicher Präsident einer Versicherungsgesellschaft und erster Vorsitzender der Veteranenorganisation „American Legion“. Ebenso finden sich junge Absolventen vornehmlich der angesehenen Universitäten der amerikanischen Ostküste unter den Experten, die sich mithilfe wissenschaftlicher Exzellenz für die Tätigkeit als Berater empfahlen. Die Grenzen der Expertengruppe zu Politik und Militär waren durchlässig: Einige von ihnen stiegen später auf eine politische Karriere um, wie beispielsweise Paul H. Nitze. Zahlreiche Mitarbeiter von militärischen Forschungsprojekten oder ‑instituten waren zugleich kurzzeitig für den Militärdienst verpflichtet oder gar Berufssoldaten. Frauen und Afroamerikaner sind dagegen an einer Hand abzuzählen – eine Tatsache, die sich vom Beginn bis zum Ende des „Kalten Krieges“ nicht nennenswert ändert.

5 Leave a comment on paragraph 5 1 Wie verhielten sich die Luftkriegsexperten als „Kalten Krieger“ zum „Kalten Krieg“ als binärer Ordnungsvorstellung? Dieser Beitrag vertritt die These, dass sie sich an binären Denkmustern beständig abarbeiteten, ohne jedoch ernsthafte Alternativen zu etablieren. Einerseits funktionierte ihr Gegenstand, der Krieg, seit jeher nach dem binären Schema von Freund und Feind. Zudem bleibt in ihren Texten das Konzept des „Kommunismus“ undifferenziert und zeugt von einer verfestigten binären Vorstellung des Eigenen gegenüber einem „Fremden“, gegen das es an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten Krieg zu führen galt. Andererseits ist ein Grundpfeiler wissenschaftlicher Redlichkeit, der sich ein Großteil der Experten grundsätzlich verpflichtet fühlte, gedankliche Offenheit und Differenzierung, und so klingen in manchen Memoranda auch Warnungen vor Vereinfachung an. Zwar wurde von der etablierten Ordnungsvorstellung abweichendes Wissen nicht im gleichen Maße wahrgenommen wie die Ordnungsvorstellung stützendes Wissen, einzelne Querdenker lassen sich in den Reihen der Luftkriegsexperten aber genauso wie in anderen gesellschaftlichen Gruppen finden.

Binäre Ordnungsvorstellungen in einer unübersichtlichen Welt 1: Der Zweite Weltkrieg als Erfahrungsraum

6 Leave a comment on paragraph 6 2 Das Berufsbild der „Experten des Krieges“ stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Dessen Bedeutung ist für ihre Tätigkeit insgesamt nicht zu überschätzen. Diese Bedeutung des Zweiten Weltkriegs relativiert insofern eine gängige Annahme, nach der der „Kalte Krieg“ moderne Formen von Expertise und davon abgeleitete technokratische Herrschaftsmodelle wenn nicht erfunden, so doch ermöglicht habe. „The good war“ wirkte als Erfahrungsraum nicht zuletzt mittels der Biographien einzelner Personen und während des Krieges etablierter Netzwerke sehr viel weiter in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein, als das der als Epochenbezeichnung gedachte Begriff des „Kalten Krieges“ deutlich machen kann. Dies gilt auch für die Allianz zwischen Experten und Politik in den USA. Die Mobilisierung der amerikanischen Bevölkerung für den Krieg erfasste die Natur- ebenso wie die Geistes- und Sozialwissenschaften. Auch viele europäische Emigranten nahmen am „war effort“ teil. Für den Fortgang der Kooperation zwischen Kriegsexperten und Staat richtungsweisend ist, dass mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs empirische Forschung im vollständig besetzten Feindesland möglich wurde – eine Konstellation, die sich so in keinem der folgenden Luftkriege wiederholen sollte. Der Zweite Weltkrieg blieb somit bis zum Ende des „Kalten Krieges“ der einzige Krieg, dessen Verlauf und Auswirkungen, gerade auch auf die zivile Gesellschaft, empirisch evaluiert werden konnten. Unmengen an sozialwissenschaftlichen Daten wurden in Europa und Japan erhoben, die in den folgenden Jahrzehnten immer wieder als Quellen herangezogen werden sollten, um die Auseinandersetzungen des „Kalten Krieges“ zu planen.

7 Leave a comment on paragraph 7 2 Der Zweite Weltkrieg führte zur kaum mehr bestreitbaren Dominanz der Luftwaffe im modernen Krieg. Dies war kein zwingender Prozess, sondern das Ergebnis aktiver Interessenvertretung, ja anhaltender Machtpolitik. Auf die neue „Wunderwaffe“, die Frontlinien überwinden würde, hatten sich zu Beginn des Krieges kühne Erwartungen aller Beteiligten gerichtet. Von der Luftwaffe erwarteten Theoretiker und Strategen in allen kriegführenden Staaten schnelle, womöglich kriegsentscheidende Ergebnisse. Nicht zufällig begann der Zweite Weltkrieg mit heftigen Bombardierungen Warschaus. Nicht zuletzt die starke Zerstörung der Stadt führte zu einer schnellen Kapitulation Polens, die wiederum die These von der Überlegenheit starker Luftstreitkräfte zu bestätigen schien. Dass der Krieg nun nicht mehr nur zu Land und zu Wasser geführt wurde, sondern die sogenannte „Heimatfront“ nun tatsächlich selbst angreifbar war, veränderte militärische Abläufe grundlegend. Hatte die Luftwaffe einmal die Lufthoheit über ein Gebiet errungen, mussten erfolgversprechende Ziele identifiziert werden. Zugleich musste man wissen, welche Art des Angriffs zu deren Schwächung oder Zerstörung beitragen würde. Doch die Generäle kannten sich mit Rüstungsproduktionsziffern und Infrastrukturen nicht aus, ebenso wenig wie mit der sogenannten „Kriegsmoral“, die im strategischen Luftkrieg zu einem der wichtigsten, aber eben auch immateriellen Angriffsziele wurde. Was genau unter diesem Konzept zu verstehen war, war heftig umstritten.[1] Die unterschiedlichen Deutungen spiegelten nicht zuletzt Vorannahmen über die eigene Bevölkerung wider und waren eng verknüpft mit ideologisch geprägten Vorstellungen von „gutem“ und „schlechtem“ Verhalten. Insofern schien ganz grundsätzlich schwer zu bestimmen zu sein, wann und warum die „Kriegsmoral“ von Menschen zu erodieren begann und wie man sie effektiv angreifen könne. Es gab jedoch Experten, die sich mit all den Fragen beschäftigten, die den Luftkrieg für die Generäle so unwägbar machten: Die noch junge Gruppe der Sozialwissenschaftler. Disziplinen wie die Psychologie, die Soziologie, die Politikwissenschaften, die Anthropologie und nicht zuletzt auch die Ökonomie boten sich geradezu dafür an, die unlösbaren Fragen, vor denen Politik und Militär standen, operationalisierbar zu machen und womöglich sogar planbare Lösungen anzubieten. Die Wissenschaftler wiederum suchten in den 1940er-Jahren nach Geldquellen für ihre noch nicht fest etablierte Forschung und empfanden es darüber hinaus häufig als angemessen, ihre Fähigkeiten für den bereits erwähnten, tausendfach beschworenen gemeinsamen „war effort“ anzubieten.

8 Leave a comment on paragraph 8 1 Wenn sich also während des Zweiten Weltkrieges die Figur des Kriegsexperten auch insofern etablierte, als enge personelle Netzwerke zwischen akademischer Welt und Staat geknüpft wurden, so kann der „Kalte Krieg“ nicht als bestimmende politische Konstellation betrachtet werden, die technokratische Herrschaftsmodelle hervorgebracht hätte. Sicherlich begünstigte die Tatsache, dass die Verteidigungsausgaben in „Friedenszeiten“ außergewöhnlich hoch blieben, das Weiterbestehen entsprechender Strukturen. Als Modell war die Zusammenarbeit zwischen Staat und Experten aber im Zweiten Weltkrieg etabliert und erprobt worden, und sie funktionierte nach 1945 vor allem deshalb weiter, weil ehrgeizige Generäle, die das Gebot der Stunde zu erkennen glaubten, und anwendungsorientiert arbeitende Wissenschaftler diese Kooperation aktiv bewarben und am Leben erhielten. Die Vertreter der amerikanischen Luftwaffe hofften beispielsweise, ihre Stellung in der Armee nicht nur festigen, sondern sich vielmehr als eigene Streitkraft etablieren und auch in Friedenszeiten ein stabiles Budget sichern zu können. Die entsprechenden Experten sahen wiederum den Moment gekommen, in dem ihr Wissen und ihre Fähigkeiten etwas galten – sie knüpften dabei erstens an die Angst vor einem möglichen kommenden Krieg an und versprachen, mithilfe tragender Voraussagen ein neues „Pearl Harbor“ zu verhindern, und warben zweitens dafür, die Rationalisierung von Politik, die während des Krieges sichtlich gut funktioniert hatte, in Friedenszeiten beizubehalten. Das hieß in den USA insbesondere, die extrem gewachsene ministerielle Verwaltung nicht wieder substanziell zu verkleinern.

Binäre Ordnungsvorstellungen in einer unübersichtlichen Welt 2: Expertise für den Krieg

9 Leave a comment on paragraph 9 1 Über Experten, Expertise und Expertenkulturen ist in den vergangenen Jahrzehnten ausführlich geforscht und nachgedacht worden; und die gewonnenen Einsichten treffen auch auf die „Experten des Krieges“ grundsätzlich zu.[2] Ihre Geschichte kennt jedoch eine Besonderheit, die die besonders stabilen Bündnisse zwischen Experten und Militär erklärt: Binäres Denken und ausgeprägte Hierarchien kennzeichnen das Militär ebenso wie seine Profession, den Krieg. Beides begünstigt bestimmte Formen von Wissen.

10 Leave a comment on paragraph 10 3 Anwendungsorientierte empirische Forschung versteht sich ohnehin als lösungsorientiert und erarbeitet somit Erkenntnisse nach dem Schema von „richtig“ und „falsch“, sie wurde aber von den Experten zusätzlich auf die spezifischen Bedürfnisse der (militärischen) Geldgeber zugeschnitten. So erforderte die Tatsache, dass die jeweiligen Projektergebnisse in sogenannten Briefings präsentiert werden mussten, Wissen in verknappter und vereinfachter, vor allem aber eindeutiger Form zu vermitteln. In seinem Rahmen etablierte sich eine zwar schnörkellose, aber plakative Sprache, die auf möglichst eindeutige Art und Weise Antworten auf konkrete Fragen gab. Gewissermaßen als Vorläufer späterer elektronischer Präsentationen wurden außerdem Statistiken und zentrale Schlussfolgerungen visualisiert – somit also der einordnenden Sprache gänzlich entzogen – und für die Zuhörer in Papierform zusammengestellt. In gewisser Weise stellten die Experten ihre Arbeit zwar in internen review-Prozessen infrage, aber es setzte sich an deren Ende nicht unbedingt die schlüssigste Interpretation durch, sondern meist schlicht diejenige, die mit den vermuteten Interessen des jeweiligen Auftraggebers kompatibel zu sein schien. Unklarheiten und Unwissen sollte auf keinen Fall kommuniziert werden, um die eigene Legitimierung nicht zu untergraben. Die Experten fungierten in dieser Hinsicht als Übersetzer zwischen der Wissenschaft, die größtmögliche Offenheit des Erkenntnisprozesses postulierte, und dem Militär, das praktisches Regulierungswissen erwartete. Wohlgemerkt traten die Luftkriegsexperten nicht nur als Sprachrohr der Wissenschaft auf und vermittelten an den Universitäten gewonnene Ergebnisse. Sie produzierten vielmehr selbst Wissen und orientierten sich in diesem Prozess an den Erfordernissen und Spielregeln der Abnehmer des Wissens. Anders als in der Politikberatung waren die präsentierten Daten im Anschluss nur einem kleinen Kreis an Entscheidungsträgern zugänglich, deren Entscheidungen nicht nach demokratischen Prinzipien der Aushandlung und des Interessensausgleichs getroffen wurden.[3]

11 Leave a comment on paragraph 11 0 Die in den USA immer wieder scharf debattierte Frage, ob das Prinzip der Politikberatung durch eine Elite, deren Tätigkeit für den/die einzelne/n Staatsbürger/in nicht nachprüfbar war, im Einklang mit demokratischen Prinzipien stehe, stellte sich somit im militärischen Kontext weniger nachdrücklich. Zudem bewegten sich die Experten hier in einem Bereich, der sich an klaren binären Strukturen orientierte. Das Schema von Freund und Feind ist eine der eindeutigsten binären Ordnungsvorstellungen; die institutionelle Logik der Arbeit der Luftkriegsexperten beruhte zudem auf dem Denkmuster eines direkten Kräftemessens von einheitlichen binären Blöcken. Solche Muster offenbarten sich beispielsweise, wenn einem Kenner der Sowjetunion die Leitung einer Arbeitsgruppe zum Vietnamkrieg übertragen wurde,[4] als sei der vietnamesische Kommunismus lediglich eine Spielart des Sowjetkommunismus und als sei ein kommunistisches Land ökonomisch und kulturell gesehen dem anderen vergleichbar. Selbst später als Kritiker des Vietnamkrieges bekannt gewordene Experten präsentierten in ihren Berichten die Arbeit in Vietnam als eine abstrakte Versuchsanordnung, die allgemeingültige Schlüsse über „den“ kommunistischen Soldaten im Krieg ermögliche: „This Memorandum addresses itself to […] students of communism and Southeast Asia in general interested in learning something about Communist soldiers under the actual stress of a long war.“[5]

12 Leave a comment on paragraph 12 0 Dabei muss freilich in Rechnung gestellt werden, dass es in den USA der 1950er-Jahre keine genuinen Experten für Vietnam gab, während im Falle der sogenannten „Sowjetologie“ eine ganze Reihe gebürtiger Russen, die vor der Oktoberrevolution oder dem stalinistischen Regime geflohen waren, ihr Erfahrungswissen sowie ihre Sprachkenntnisse dazu verwendeten, zu Zeiten des „Red Scare“ Wissen über „den Kommunismus“ zu generieren und bereitzustellen. Projekte und anschließend auch ganze Forschungszentren wie das „Russian Research Institute“ an der Harvard University wurden im Kontext des „Kalten Krieges“ großzügig finanziert und somit zu Magneten für den wissenschaftlichen Nachwuchs. In diesem Sinne bewegte sich die Forschung in einem klaren Denkrahmen. Dennoch enthielten einzelne Studien deutlich vielschichtigere Argumente, die etwa am Beispiel des Vietnamkrieges offenlegten, wie fragil Loyalitäten im „kommunistischen Lager“ waren. Und auch die eigenen Verbündeten wurden von den Experten immer wieder als „fremd“ und unverständlich beschrieben: Es gelte, so gibt ein Bericht der Rand Corporation über die Vereinigung von Nord- und Südvietnam 1976 zu bedenken, eine Reihe von Hindernissen zu überwinden „in the way of effective communication between allies of vastly different cultures and strengths.“[6]

13 Leave a comment on paragraph 13 1 Über andere Vorannahmen kamen die „Experten des Luftkrieges“ nicht hinaus, konnten sie nicht hinauskommen, weil sie zur Logik ihrer Arbeit gehörten. Der Luftkrieg an sich wurde durchweg als Möglichkeit wahrgenommen, Kriege zu verkürzen, wenn man sich auch über Strategien uneins war. Und dies, obwohl bereits Teile des USSBS eine kriegsentscheidende Wirkung des strategischen Bombenkriegs angezweifelt und betont hatten, wie wirkungsvoll die Gegenmaßnahmen der Regime in NS-Deutschland wie auch in Japan gewesen waren. Weder hier noch dort hatten es die Alliierten geschafft, ohne eine Bodenoffensive Industrien lahmzulegen, Versorgungswege abzuschneiden oder eine Revolution von innen herbeizuführen – dennoch folgten die wechselnden Befehlshaber in Vietnam viele Jahre lang einer ähnlichen Strategie, obwohl deren „Erfolgsaussichten“ in einer deutlich weniger industrialisierten, dezentralen Struktur noch geringer waren.

14 Leave a comment on paragraph 14 3 Wie ist das zu erklären? Der Schlüssel liegt in der festen Annahme der Experten, Lehren aus dem Krieg ziehen zu können. Hinter ihr verbirgt sich interessanterweise neben einem schematischen Verständnis von Geschichte zugleich auch ein binären Denkmustern gegenläufiger Ansatz, denn er versteht eine Reihe von menschlichen Affekten als übertragbar und universell gültig.[7] Die Luftkriegsstrategie für Japan wurde aufbauend auf die im besetzten Deutschland gewonnenen Erkenntnisse modifiziert, obwohl NS-Deutschland und das kaiserliche Japan in kaum einer Hinsicht vergleichbar waren. In diesem Sinne unterliefen die Experten für den Luftkrieg die binäre Struktur des Eigenen und des Fremden. Die interdisziplinär angelegte Verhaltensforschung fragte nach menschlichen Reaktionen in existenziellen Situationen, ohne dabei zwischen Außen und Innen zu unterscheiden. Selbst die sogenannte Feindesforschung und der inländische Zivil- oder Katastrophenschutz wurden über Jahrzehnte hinweg als zwei Seiten derselben Medaille angesehen.[8]

Binäre Ordnungsvorstellungen in einer unübersichtlichen Welt 3: Die Abwesenheit der Atombombe

15 Leave a comment on paragraph 15 1 Die Drohung gegenseitiger atomarer Vernichtung schuf in gewisser Hinsicht die Voraussetzungen dafür, dass die Konkurrenz zwischen verschiedenen Denk- und Herrschaftssystemen zuweilen als Phase eines „langen Friedens“[9] erinnert wird. Zwar ist diese Formulierung höchstens aus „westlicher Sicht“ treffend, doch lässt sie uns erkennen, in welchem Paradoxon sich die internationale Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewegte. Die Fähigkeit, in kürzester Zeit den Großteil eines Landes zerstören zu können, fungierte im Rahmen der gegenseitigen Abschreckungsstrategie als Garant einer relativen Stabilität. Die ungeheure Zerstörungskraft von Nuklearwaffen zu betonen, war im Sinne dieser Abschreckungspolitik ein Muss. Je mehr auch über die Folgeschäden radioaktiver Strahlung bekannt wurde, desto apokalyptischer klang das Szenario eines Atomkriegs. Vor allem der Atompilz wurde so zum kulturellen Symbol einer Epoche, die weit über den militärischen Zusammenhang hinaus Eingang in das Leben Hunderttausender Menschen fand.

16 Leave a comment on paragraph 16 0 Es mag daher erstaunen, dass bei Weitem nicht alle Luftkriegsexperten die Existenz von Nuklearwaffen als militärstrategischen Wendepunkt auffassten. Auch war nur ein kleiner Teil von ihnen dauerhaft mit dem Nachdenken über die Welt unter Nuklearwaffen beschäftigt. Zwar erlangten gerade sie – unter anderen Herman Kahn, Bernard Brodie, Albert Wohlstetter – die größte Bekanntheit, doch blieb der sogenannte konventionelle Krieg, der auf Waffen geringerer Zerstörungskraft (und dafür größerer Zahl) setzte, die Hauptaufgabe der Experten für den krieg aus der Luft. Dies lag nicht nur daran, dass empirische Sozialwissenschaftler kein Erfahrungswissen über Atomkriege abfragen konnten und somit auf die Simulation des „Undenkbaren“ (Herman Kahn) zurückgeworfen waren, das wiederum vor allem von Logikern, Mathematikern und philosophisch orientierten Politikwissenschaftlern besorgt wurde. Es lag auch an ebenjenem Sicherheitskonzept, das Atomkriege durch Abschreckung vermeiden wollte und das zugleich konventionelle Kriege als geeignetes Mittel der Außenpolitik ansah.

17 Leave a comment on paragraph 17 1 Nicht zuletzt deshalb waren die Akteure kolonialer und regionaler Konflikte überhaupt in der Lage, ihre Anliegen argumentativ in den Ost-West-Konflikt einzuschreiben und so Unterstützung der beiden Supermächte einzufordern.[10] Diese fanden sich in Indochina schließlich – mit unterschiedlich weit reichendem Engagement – in einem Krieg wieder, der ursprünglich nichts mit ihren Sicherheitsinteressen zu tun gehabt hatte. Hier überlagerten sich, aus der Rückschau deutlich sichtbar, verschiedene, ja sich widersprechende Ordnungen. Umso wichtiger war die Arbeit der Luftkriegsexperten für die USA: Anfang der 1960er-Jahre brauchten die Vereinigten Staaten dringend Informationen über eine Region, seine Menschen und seine Politik, die ihr bis dato weitgehend unbekannt gewesen waren. Die Rand Corporation als mit der US Air Force eng verbundener Think Tank wurde daher über Jahre hinweg großzügig für ihre empirische Forschung in Südostasien finanziert, um schließlich Weisheiten wie die folgende zu formulieren „[H]e [the PAVN soldier, Anm. S.D.] is not ordinarily a doctrinaire Communist; he tends to accept some but not all of the Communist gospel.”[11]

18 Leave a comment on paragraph 18 0 Auch die Streitkräfte selbst werteten unentwegt Informationen über das Kriegsgeschehen aus, ohne allerdings die ständige Eskalation frühzeitig zu stoppen. Dies lässt sich letztlich nur damit erklären, dass der Krieg zu einem grundsätzlichen Kampf um Macht und Glaubwürdigkeit zwischen der Sowjetunion und den USA geworden war.

19 Leave a comment on paragraph 19 0 Die Arbeit der „Luftkriegsexperten“ berührte andererseits nur einen sehr kleinen Teil der Kriege, die im Namen der binären Auseinandersetzung geführt wurden. Strategische Luftangriffe wurden während des Korea- und des Vietnamkriegs geflogen, nicht aber in „kleinen“ Konflikten und verdeckten Operationen im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und Südamerika.

Binäre Ordnungsvorstellungen in einer unübersichtlichen Welt 4: Vergessene Lehren, Kritik und Widerspruch

20 Leave a comment on paragraph 20 0 An die Tradition der Schlachtenplanung konnte das Versprechen der Kriegsexperten aus vergangenen Konflikten methodisch abgesicherte allgemeingültige Lehren für kommende Kriege generieren zu können, vortrefflich anknüpfen. Stets war es der Militärstrategie darum zu tun gewesen, mithilfe eines wachsenden Erfahrungswissen auf scheinbar wiederkehrende Situationen vorbereitet zu sein und kommende Gegner überlegen besiegen zu können. Die Chance, diese Überlegenheit in modernen, hoch technisierten Kriegen mithilfe wissenschaftlicher Forschung erlangen zu können, ließen sich die Streitkräfte daher nicht nehmen, selbst wenn sie somit stillschweigend einräumten, nicht mehr die alleinige Kompetenz für Fragen von Krieg und Frieden in der Hand zu halten. Gerade deshalb aber hatte jene Form von Beratung die besten Chancen, die sich in traditionelle Formen der Kriegsplanung einbinden ließ und Macht und Einfluss der jeweiligen Teilstreitkraft zu erhöhen half.

21 Leave a comment on paragraph 21 2 Zur Kooperation gehörte deshalb von Beginn an auch, unbequeme Befunde oder abweichende Interpretationen zu glätten oder gar umzudeuten. John Kenneth Galbraith stilisierte seinen Dissens mit den Autoren des USSBS-Abschlussberichts in seiner Autobiografie als Kampf um die Wahrheit.[12] De facto musste ihm aber von Beginn des Projekts an klar gewesen sein, dass es bei aller wissenschaftlichen Redlichkeit in der Durchführung der Studie hier auch um Interessenspolitik der Air Force ging. Inwiefern Galbraiths Kritik inhaltlich zutreffend war, ist in diesem Zusammenhang letztlich nicht von Belang, ging es in der Arbeit der Experten doch um eine Form der Wissensproduktion, die eben nicht die akademische war, sondern die Vermittlung von Ergebnissen und den Zweck der Erkenntnis ins Zentrum stellte. Diesem Dissens vergleichbar mag auch ein Streit innerhalb der Rand-Corporation um die methodische Tragfähigkeit ihres Vietnam-Projekts sein. Wissenschaftliche Redlichkeit prallte auch hier auf einen „unternehmerischen“ Umgang mit Daten und Erkenntnissen, der einen Vertreter des US-amerikanischen Militärs zu der – von einem kriegskritischen Magazin kolportierten – Aussage verleitete: „Gut, wenn ihr Hippies sein wollt, wenn ihr philosophische Fragen stellen wollt, macht weiter. Wir aber sind hier, um den Krieg zu gewinnen“.[13] Diese Unterscheidung zwischen unnützem Wissen ohne Anwendungsmöglichkeit und nützlichem Wissen mit direkten Folgen für den Krieg führte letztlich dazu, dass die Luftkriegsexperten  die von den Generälen formulierte Luftkriegsstrategie lediglich zu optimieren versuchten. Wer militärischen Nutzen oder gar moralische Rechtfertigung der Bombardements selbst infrage stellte, fand sich bald von den entsprechenden Projekten abgezogen oder in Fundamentalopposition zum System selbst. Daniel Ellsberg, der in das Vietnam-Projekt involviert gewesen war, entschied sich schließlich dafür, die als Pentagon Papers bekannt gewordenen internen Unterlagen öffentlich zu machen. Diese Entscheidung trug dazu bei, die Brüche und Risse im vermeintlich einheitlichen „Block“ der freiheitlichen Welt zu vertiefen, denn Protest- und Friedensbewegungen sahen sich durch solche und ähnliche Enthüllungen in ihrem Engagement gegen die eigene Regierung bestätigt und neu belebt.  Für die Luftkriegsexperten als Individuen stand, das zeigte Ellsberg nachdrücklich, ebenso wie für den Rest der Gesellschaft eine ganze Palette von Handlungsweisen zur Verfügung, die die vereinfachende Ordnung des „Kalten Krieges“ erodieren lassen konnten.

Fazit

22 Leave a comment on paragraph 22 1 Im den Ordnungsvorstellungen der Luftkriegsexperten , der „Kalten Krieger“ ein „Drittes“ zu finden, ist leicht, drehte sich der Konflikt zwischen den beiden Großmächten doch von Beginn an um eben jene „dritten“ Staaten. Der Kampf um Einflusssphären, um Unterstützer für die eigene Weltordnung war das Movens der internationalen Politik. Diese Länder für das eigene Lager zu gewinnen, trieb die Auseinandersetzung an und legitimierte sie zugleich.

23 Leave a comment on paragraph 23 0 Analog haben wir uns daran gewöhnt, auch die sogenannten „Blockfreien“ als „Drittes“ zu verstehen. Gleichzeitig blieben sie auf den „Kalten Krieg“ bezogen, auch wenn sie sich dem Werben und Drohen langfristig entzogen.[14] Auf diese Weise konnten die Blockfreien als organisiertes Staatenbündnis in der internationalen Politik als Korrektiv wirken. Damit durchbrachen sie aber gerade nicht die Zweierkonstellation, denn auch sie bezogen ihre Handlungsmacht durch den Verweis auf den binären Konflikt, dem sie demonstrativ fernbleiben wollten.

24 Leave a comment on paragraph 24 0 Auch die Entspannungspolitiker nahmen ihre Welt binär war, sie plädierten lediglich für einen alternativen Umgang der beiden Blöcke miteinander. Ebenso wie die Experten für den Luftkrieg suchten sie nach effektiveren Wegen, in einer nach binären Prinzipien geordneten Welt eigene Interessen durchzusetzen. Eine echte Infragestellung der letztlich unterkomplexen Vorstellung eines „Kalten Krieges“ zwischen zwei einheitlichen Akteuren hätte für die Experten den Verlust ihrer Arbeitsgrundlage bedeutet – hätte sie es doch auch mit sich gebracht, die Komplexität menschlichen Verhaltens und die Spezifik historischer Situationen anzuerkennen. Indem die Kriegsexpertise ihre Legitimation aus dem Versprechen von Vorhersagbarkeit und damit Planbarkeit bezog, trug sie jedoch zu einer Operationalisierung des Menschen bei. Moralische Fragen wurden mit dem Verweis auf die eigene Objektivität und Rationalität ausgelagert, Kontingenz negiert.

25 Leave a comment on paragraph 25 1 Die jahrzehntelang eingeübten binären Ordnungsvorstellungen des Kalten Krieges blieben auch nach 1990 überall dort dominant, wo es um Gegnerschaft und Feindschaft ging. Der nationale Sicherheitsstaat der USA funktionierte von seinem Prinzip her stets nach einem binären Schema, das auf der einen Seite die freiheitsliebende Demokratie und auf der anderen Seite deren Gegner wahrnimmt. Sicherlich formte sich diese Annahme je nach politischem Personal unterschiedlich aus, doch der „war against terrorism“, von dem Ronald Reagan nach den Anschlägen von Beirut im Jahr 1983 sprach, schloss an den „war on communism“ nahtlos an und wurde von George W. Bush im Jahr 2001 aktualisiert. Inzwischen werden die Auseinandersetzungen auf geräuschlosere Art und Weise in Rechenzentren oder von den Zentralen des Drohnenkrieges aus geführt. Sie erregen nur selten Aufmerksamkeit, als sei ihre Legitimität grundsätzlich fraglos. Seit neuestem sind auch laute Drohgebärden wieder im politischen Repertoire enthalten. Eine schlichte Gleichsetzung verbietet der intellektuelle Anstand, dennoch: Die holzschnittartige Wahrnehmung von Gegnern prägt nach wie vor die Außen- und Sicherheitspolitik des mächtigsten Landes der Welt.

26 Leave a comment on paragraph 26 0  

Literatur

  • 27 Leave a comment on paragraph 27 0
  • Bogner, Alexander/Helge Torgersen (Hg.): Wozu Experten? Ambivalenzen der Beziehung von Wissenschaft und Politik. Wiesbaden 2005.
  • Fisch, Stefan/Rudloff, Wilfried (Hg.): Experten und Politik. Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive. Berlin 2004.
  • Gaddis, John Lewis: Der Kalte Krieg. Eine neue Geschichte. München 2008.
  • Galbraith, John Kenneth: Leben in entscheidender Zeit. Memoiren. München 1981.
  • Hosmer, Stephen M./ Kellen, Konrad/Jenkins, Brian M.: The Fall of South Vietnam: Statements by Vietnamese Military and Civilian Leaders. R-2208-OSD (HIST). Santa Monica 1978.
  • Howard, Michael: Civil-Military Relations in Great Britain and the United States, 1945-1958, in: Political Science Quarterly 75 (1960) 1, S. 35-46.
  • Kellen, Konrad: A Profile of the PAVN Soldier in South Vietnam. RM-5013-1-ISA/ARPA. Santa Monica 1966, S. x.
  • Landau, David: Behind the Policy Makers. RAND and the Vietnam War, in: Ramparts Magazine (1972) 11, S. 26-39.
  • Logevall, Fredrik: The Indochina Wars and the Cold War, 1945-1975, in: Leffler, Melvyn P./ Westad, Odd Arne (Hg.): The Cambridge History of the Cold War. Volume II. Crises and Détente. Cambridge u.a. 2010, S. 281-304.
  • Nitze, Paul H.: From Hiroshima to Glasnost. At the Center of Decision. A Memoir. New York 1989.
  • Robin, Ron: The Making of the Cold War Enemy. Culture and Politics in the Military-Intellectual Complex. Princeton 2003.
  • Stehr, Nico: Expertenwissen. Die Kultur und die Macht von Experten, Beratern und Ratgebern. Weilerswist 2010.
  • Stehrenberger, Cécile Stephanie: Systeme und Organisationen unter Stress. Zur Geschichte der sozialwissenschaftlichen Katastrophenforschung (1949-1979), in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 11 (2014) 3, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2014/id=5140, (15.09.2016).
  • Süß, Dietmar: Tod aus der Luft. Luftkrieg und Kriegsgesellschaft in Deutschland und England. München 2011.

28 Leave a comment on paragraph 28 0 [1] Für NS-Deutschland und Großbritannien siehe Süß: Tod aus der Luft.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 [2] U.a. Fisch/Rudloff (Hg.): Experten und Politik; Bogner/Torgersen (Hg.): Wozu Experten?; Stehr: Expertenwissen.

30 Leave a comment on paragraph 30 0 [3] Siehe Howard: Civil-Military Relations, S. 37.

31 Leave a comment on paragraph 31 0 [4] Der 1922 in Moskau geborene „Sowjetologe“ Leon Gouré übernahm 1964 die Leitung des sogenannten „Vietcong Motivation and Morale Projects“ der Rand Corporation.

32 Leave a comment on paragraph 32 0 [5] Kellen: Conversations with Enemy Soldiers, S. vii.

33 Leave a comment on paragraph 33 0 [6] Hosmer/ Kellen/Jenkins: The Fall of South Vietnam, S. iii.

34 Leave a comment on paragraph 34 0 [7] Vgl. Robin: The Making of the Cold War Enemy.

35 Leave a comment on paragraph 35 0 [8] Vgl. Stehrenberger: Systeme und Organisationen unter Stress, S. 411-414.

36 Leave a comment on paragraph 36 0 [9] John Lewis Gaddis: Der Kalte Krieg. Eine neue Geschichte. München 2008.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 [10] Siehe zu dieser Frage u.a. Logevall: The Indochina Wars and the Cold War.

38 Leave a comment on paragraph 38 0 [11] Konrad Kellen: A Profile of the PAVN Soldier in South Vietnam, S. x.

39 Leave a comment on paragraph 39 0 [12] Galbraith: Leben in entscheidender Zeit, S. 226-228.

40 Leave a comment on paragraph 40 0 [13] Landau: Behind the Policy Makers, S. 36. Das Ramparts Magazine, 1962 gegründet, kritisierte den Vietnamkrieg scharf.

41 Leave a comment on paragraph 41 0 [14] Zu den Blockfreien: Jürgen Dinkel in diesem Band.

Source: https://opr.degruyter.com/den-kalten-krieg-vermessen/sophia-dafinger-experten-fur-den-luftkrieg/